The Pirate Bay gab den ersten Anstoß, und als man das Potenzial erkannte, zog ein Teil des Webs schnell nach. Das Mining im Hintergrund gewinnt an Fahrt, und die Zahl der Nutzer, die ohne Zustimmung Münzen für andere erzeugen, wächst weiter. Die Leute von AdGuard präsentierten eine kurze Studie, in der sie eine durchschnittliche Beteiligung von 500 Millionen Computer pro Monat melden. Die Anzahl der Websites mit Krypto-Minern in den Top 100 von Alexa ist noch gering, aber in nur drei Wochen erzielten sie bereits 43.000 Dollar Gewinn zu fast vernachlässigbaren Kosten.

500 Millionen Computer schürfen heimlich Kryptowährungen
Krypto

Die Entwicklung nach The Pirate Bay

The Pirate Bay hat seinen auf dem Dienst Coinhive basierenden Krypto-Miner erneut aktiviert, und derzeit gibt es keine Opt-out-Möglichkeit, d.h. der Nutzer muss eine Blockierlösung verwenden, wenn er damit nicht einverstanden ist. Was ursprünglich ein einfacher Test war, ist nun als dauerhafte Einnahmequelle etabliert. Aber The Pirate Bay hat noch mehr getan: den Zug in Gang gesetzt. Die Verwendung von Coinhive ist sehr einfach, und bereits gibt es mehrere Klone, darunter JSECoin, CryptoLoot und MineMyTraffic. Mit einer größeren Anzahl von Diensten kommt eine bemerkenswerte Ausweitung des Hintergrund-Minings, und die Leute von AdGuard haben Daten zu teilen.

500 Millionen Computer schürfen heimlich Kryptowährungen
Drei neue Klone von CoinHive nahmen ihre Aktivität auf

Die AdGuard-Studie im Detail

Ausgehend von den 100.000 beliebtesten Websites von Alexa hat AdGuard festgestellt, dass durchschnittlich 500 Millionen Nutzer pro Monat ohne Erlaubnis schürfen. Die genaue Anzahl der Websites in diesen Top 100K beträgt 220, also nur 0,22 Prozent. Das scheint unbedeutend, aber das Gleiche gilt nicht für das Geld. AdGuard schätzt, dass die kombinierten Einnahmen dieser 220 Portale innerhalb von drei Wochen 43.000 Dollar erreichen, eine Summe, die zu nahezu null Kosten erzielt wird (die Mining-Dienste behalten eine minimale Provision).

500 Millionen Computer schürfen heimlich Kryptowährungen
Fast 60 Prozent der Websites mit Krypto-Minern teilen sich in vier Kategorien auf

Von welchen Websites sprechen wir? BitTorrent-Indizes, Streaming-Seiten, Dateiaustausch, Erwachseneninhalte und Nachrichten sind die Hauptkategorien. Mehr als 18 Prozent der betroffenen Nutzer befinden sich in den USA, gefolgt von Indien, Russland und Brasilien an vierter Stelle. Wieder einmal läuft der gesamte Konflikt auf eine ethische Frage hinaus. Kollektives Mining ist eine legitime Technologie, die dazu beitragen kann, die (immer größer werdenden) Hosting-Kosten einiger Websites zu decken, sofern sie verantwortungsvoll eingesetzt wird. Mehrere Antivirenprogramme melden Miner bereits als Malware, und Cloudflare hat bestätigt, dass es Konten von Personen sperren wird, die die Aufnahme eines Miners in ihren Code nicht melden. Fortsetzung folgt...

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