9to5Google berichtete am 23. Oktober 2026, den optionalen Schutzmodus „Enhanced protection“ in Google Messages Beta 20261020_00_RC00 gesehen zu haben. Google hatte die Funktion am 14. Oktober angekündigt und einen Rollout in den folgenden Wochen in Aussicht gestellt. Die frühere Meldung zur Ankündigung ordnet diesen ersten Schritt ein.
Drei Funktionen setzen an unterschiedlichen Stellen an
Google beschreibt Enhanced protection als Ergänzung zum bestehenden Schutz in Google Messages. Cloud-Modelle von Gemini sollen den Kontext von Unterhaltungen mit unbekannten Absendern analysieren und so auch komplexere Betrugsversuche erkennen.
Eine zweite Funktion nutzt Gemini Nano direkt auf dem Gerät: Das Modell soll unbekannte Links vor dem Öffnen anhand aktueller Websignale bewerten. Zusätzlich sollen neu gestaltete Warnhinweise bei Links von Nummern erscheinen, die nicht in den Kontakten gespeichert sind. Sie sollen mehr Kontext geben und zum Innehalten auffordern.
Der vorhandene Standardschutz arbeitet laut Google Messages-Hilfe mit maschinellem Lernen auf dem Gerät. Verdächtige Nachrichten können blockiert oder im Ordner „Spam & blockiert“ ausgeblendet werden. Für eine Sicherheitsprüfung kann Google eine URL aus einer Nachricht erhalten.
Die Geräteanforderungen hängen von der Funktion ab
Google nennt unterschiedliche Geräte für die drei Schutzfunktionen:
- Cloud-Analyse von Unterhaltungen: Pixel 6 und neuere Modelle, die Samsung-Galaxy-S24-Serie und neuere Modelle, Galaxy Z Flip 6 und neuere Modelle, Galaxy Z Fold 6 und neuere Modelle sowie weitere Android-Geräte mit AICore.
- Gemini-Nano-Prüfung unbekannter Links: Pixel 10 und neuere Modelle, die Galaxy-S26-Serie, Galaxy Z Flip 8, Galaxy Z Fold 8 sowie weitere ausgewählte Geräte.
- Neue Warnhinweise für unbekannte Links: Android-Geräte ab Version 6.
Ein Gerät kann damit für die Cloud-Analyse infrage kommen, ohne zugleich auf Googles Liste für die Gemini-Nano-Linkprüfung zu stehen.
Google beschreibt getrennte Wege für die Verarbeitung
Google zufolge werden Daten für die erweiterte Cloud-Analyse verschlüsselt in Private AI Compute verarbeitet. Das sei eine geschützte, eigens dafür vorgesehene Umgebung, auf die Google selbst keinen Zugriff habe.
Wer eine Nachricht manuell als Spam meldet, sendet dagegen laut Google die Nachricht samt Inhalt an das Unternehmen zur Analyse. Das ist ein anderer Vorgang als die automatisierte Cloud-Analyse. Auch die Link-Sicherheitsprüfung kann eine URL an Google übermitteln.
Google Messages kann verdächtige Nachrichten blockieren oder ausblenden; Google garantiert nicht, jede Betrugsnachricht zu erkennen.