Es ist ein billiger Trick, egal wie man es betrachtet, aber er hat eine stärkere Wirkung als erwartet. Eine so kleine Feinheit kann den Unterschied zwischen einem sauberen Postfach und einem Bombardement von Spam ausmachen – oder noch Schlimmerem. Jedes Mal, wenn eine Nachricht auftaucht, die besondere Zugänge oder geheime Portale im Namen beliebter Dienste wie Google oder Facebook anbietet, muss man die URL sehr genau studieren…
Die goldene Regel gegen Phishing
Die grundlegende Empfehlung jedes Administrators oder fortgeschrittenen Benutzers im Umgang mit verdächtigen Programmen und Links lautet: „Im Zweifel nicht“. Wie ich schon früher gesagt habe, ist es im Bereich der Computersicherheit besser, eine Gelegenheit zu verpassen, als eine Katastrophe zu riskieren, denn Malware-Entwickler erwarten genau das Gegenteil – dass der Benutzer auf den ersten Link klickt, den er sieht. Dieses falsche Gefühl von Kühnheit führt zu mit Spam überfluteten Postfächern, Phishing-Angriffen und vielem mehr. Es scheint unglaublich, dass Phishing heutzutage immer noch so effektiv ist, aber tatsächlich braucht es viel weniger, um einen Benutzer mit gesenkter Wachsamkeit zu täuschen. Die neuesten Berichte kommen von Nutzern von Google Analytics, aber ich persönlich habe Beispiele in Facebook und Twitter gesehen.
So funktioniert der Betrug
Nur ein einziger Buchstabe ist geändert. Es kann ein ‚g‘ oder ein ‚e‘ sein, und ich schätze, dass noch viele Substitutionen zu entdecken sind. Die Spam-Verteiler erkunden für den durchschnittlichen Benutzer unbekannte Symbole und fügen sie als Tarnung in ihre Adressen ein. Auf diese Weise schaffen sie es, „ɢoogle.com“, „samsunɡ.com“, „ɍacebook.com“, „appʟe.com“ und andere noch tückischere Domains zu erzeugen. Im spezifischen Fall von „ɢoogle.com“ hat der Angreifer das erste g der Adresse durch das Symbol „Latin Letter Small Capital G“ bzw. Unicode 0262 ersetzt. Ich denke, es wäre besser gewesen, Unicode 0261 zu verwenden, das falsche g, das weiter oben in „samsunɡ.com“ erscheint, aber der Spammer hat sein Ziel erreicht, nämlich Verkehr zu einer Art russischen Kampagne für den gewählten US-Präsidenten Donald Trump zu lenken.
Fazit: Vorsicht ist geboten
Zusammenfassung: Vorsicht. Kein Unternehmen dieser Größenordnung wird Sie per E-Mail kontaktieren, außer Sie haben es ausdrücklich angefordert, und in vielen Fällen ist es nicht einmal Teil der internen Firmenpolitik, auf diese Weise mit Benutzern zu kommunizieren – Ankündigungen erfolgen in Blogs und anderen offiziellen Portalen.