Amazon erklärt am 2. Oktober 2026, bei eigenen Projekten keine Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) mehr mit den Behörden zu nutzen, mit denen das Unternehmen zusammenarbeitet. Gleichzeitig kündigt Amazon Built Together an: Das auf fünf Jahre angelegte Programm soll mehr als eine Milliarde US-Dollar zusätzlich in Gemeinden in den USA investieren.

Amazons Erklärung zu NDAs bei Rechenzentren

Amazon bezieht die Zusage auf Behörden, mit denen das Unternehmen bei seinen Projekten zusammenarbeitet. Eine NDA ist eine vertragliche Geheimhaltungsvereinbarung. Amazon stellt die Erklärung zusammen mit seinem neuen Programm für Gemeinden vor.

Was Built Together verspricht

Die zusätzlichen Mittel sollen in Bildung und berufliche Qualifizierung, bezahlbare Energie, den Schutz von Wasser- und Energieressourcen sowie lokale Vorhaben fließen, die Gemeinden selbst festlegen.

Amazon schätzt, dass das Programm in den kommenden fünf Jahren mehr als 300.000 Studierenden Zugang zu kostenlosen Studienangeboten verschaffen soll. Außerdem plant das Unternehmen 16 zusätzliche Modular Training Centers. Bis Ende 2028 sollen dort nach Amazons Ziel jährlich bis zu 100.000 Arbeitskräfte vorbereitet werden.

Für den gleichen Fünfjahreszeitraum sind Energieeffizienzmaßnahmen an mehr als 300 Schulen und Gemeinschaftsgebäuden sowie an über 30.000 Haushalten vorgesehen. Amazon schätzt die jährliche Ersparnis auf etwa 700 US-Dollar pro Haushalt. Das Unternehmen will zudem die monatlichen Energierechnungen Jahr für Jahr um 20 bis 40 Prozent senken.

Der politische Kontext

AWS-Chef Matt Garman sagt, in den USA würden mehr als 100 Moratorien für Rechenzentren erwogen. Er warnt, ihre Verabschiedung könne der Wettbewerbsposition der USA schaden.