Wir warten gespannt auf die neuen Ryzen-Prozessoren von AMD, die auf der Zen-Architektur basieren. Die verfügbaren Benchmarks deuten darauf hin, dass das Silizium aus Sunnyvale den Spitzenmodellen von Intel ebenbürtig sein könnte – etwas, das wir seit Jahren fordern. Wer die Ryzen-Chips jedoch unter Windows 7 nutzen möchte, sollte wissen: Es wird keine offiziellen Treiber für dieses Betriebssystem geben. Zwar wurde Ryzen unter Windows 7 „validiert“, aber um die volle Leistung auszuschöpfen, führt laut AMD (in der Theorie) kein Weg an Windows 10 vorbei.

AMD Ryzen: Keine offiziellen Treiber für Windows 7
Ryzen

Windows 10 und die Kompatibilität

Wenn wir den Berichten einiger Nutzer und diversen YouTube-Videos Glauben schenken, hat sich Windows 10 ohne größere Probleme an bestimmte Hardware-Konfigurationen angepasst, die heute als „veraltet“ gelten. Tatsächlich beschränkte sich der Schlüssel zur Optimierung der Windows-10-Erfahrung auf diesen Plattformen darauf, etwas mehr RAM hinzuzufügen und die Festplatte durch eine SSD zu ersetzen. Rückwärtskompatibilität werden wir immer begrüßen, doch in den letzten Monaten tauchten einige Ausnahmen auf. Microsoft warf den ersten Stein, als es Einschränkungen bei der Unterstützung von Windows 7 auf Skylake-Chips ankündigte. Die Nutzer schrien auf, und Redmond zog seine Entscheidung zurück. Bei Kaby Lake gab es jedoch keine Verhandlung: Das einzige offiziell unterstützte Betriebssystem auf diesem Silizium ist Windows 10. Die große Frage lautet: Was wird mit Ryzen passieren?

AMD Ryzen: Keine offiziellen Treiber für Windows 7
Die Gerüchteküche hat versagt, und Ryzen wird offiziell nur unter Windows 10 unterstützt.

Zunächst wurde spekuliert, dass AMD eine Ausnahme machen könnte. Ein kürzlich veröffentlichter Artikel von Computerbase deutete in diese Richtung, doch die Information erwies sich als falsch. Wie schon bei den letzten Prozessoren der Bristol-Ridge-Serie wird alles, was unter dem Namen Ryzen in die Regale kommt, offiziell nur Windows 10 unterstützen. Nun hat AMD bestätigt, dass die Ryzen-Hardware unter Windows 7 „validiert“ wurde. Das Unternehmen hat nicht genau erklärt, was diese Validierung bedeutet, aber es ist nicht abwegig, an eine vollständige Installation mit ausreichender Stabilität zu denken. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendein Gamer Geld in neue Hardware investieren und dabei Leistung zugunsten des Betriebssystems opfern möchte.

Fazit: Nur Windows 10 für Ryzen

Zusammenfassend lässt sich sagen: Was Microsoft im August 2016 mitteilte, bleibt bestehen: Kaby Lake, Bristol Ridge und Zen-Ryzen werden nur unter Windows 10 offiziell unterstützt. Natürlich kennen wir Hardware-Enthusiasten auch für ihre Rebellion. Wenn jemand 20 Minuten damit verbringt, einen Kühlkörper zu polieren, um den Kontakt zum Prozessor zu verbessern und 200 MHz mehr Übertaktung herauszuholen, wird er definitiv versuchen, Windows 7 oder Windows 8.x auf Ryzen zu installieren. Die ersten Experimente mit Kaby Lake sind bereits auf YouTube aufgetaucht.

Quelle: PCWorld