AMD soll den Preis für GDDR6, das Radeon-Boardpartner beziehen, zum 1. Oktober 2026 angehoben haben. Berichte vom 10. Oktober führen die Meldung auf das chinesische Forum Board Channels zurück: Fanáticos del Hardware nennt den Stichtag, Wccftech ordnet die betroffenen Radeon-Generationen ein.

Was die Meldung für Radeon-Karten betrifft

Add-in-Board-Partner (AIB), also Hersteller von Grafikkarten, erhalten laut Fanáticos del Hardware GPU und den dazugehörigen GDDR6-Speicher als Paket. Die Partner ergänzen eigene Platinen, Stromversorgung und Kühlsysteme. Der gemeldete Preisschritt betrifft damit zunächst einen Kostenpunkt in der Fertigungskette.

Wccftech nennt die Radeon-Familien RX 5000, RX 6000, RX 7000 und RX 9000 als GDDR6-Modelle. Wccftech und HardwarePremium erwarten, dass die RX 9000 stärker betroffen sein könnte, weil ältere Generationen eingestellt oder in geringeren Stückzahlen gefertigt würden. Das ist eine Einschätzung zur möglichen Belastung der Produktfamilien, kein ausgewiesener Kostenaufschlag für ein bestimmtes Modell.

Eine andere Entwicklung waren die zuvor gemeldeten Radeon-Richtpreise in China, über die NeoTeo bereits berichtet hat.

Wie sich Komponentenkosten auf Ladenpreise auswirken können

Ob ein höherer Einkaufspreis bei Grafikkartenherstellern im Handel ankommt und wann das geschieht, kann von Lagerbeständen, Lieferverträgen, Margen und Vertrieb abhängen. Die Anpassung an einer einzelnen Stelle der Lieferkette sagt daher noch nichts über den Preis einer konkreten Radeon-Karte aus.