Die Google-I/O-Konferenz 2017 ist im Gange, und der Gigant aus Mountain View hat dort seine nächsten Softwareschritte vorgestellt. An erster Stelle steht Android O, das als Beta-Version für Nexus- und Pixel-Geräte heruntergeladen werden kann. Doch danach kommt Android Go, eine spezielle Edition für Smartphones mit bescheidenerer Hardware. Android Go beschränkt sich nicht darauf, das Betriebssystem zu optimieren, sondern soll auch das Verhalten der Apps und die Erfahrung im Play Store verbessern.
Das Problem: aufgeblähte Systeme und Fragmentierung
Jeder, der ein Gerät mit Android Jelly Bean oder älter besitzt, weiß, dass die neuesten Apps und das Framework der Google-Dienste es in wenigen Minuten lahmlegen können. Auf KitKat sind die Dinge dank einer Flag namens „Low RAM“ etwas besser, die für Geräte mit 512 Megabyte RAM gedacht ist. Dennoch bleibt das Grundgefühl bestehen: Android ist aufgebläht. Dazu kommt die Fragmentierung: Größere Updates hängen vom Hersteller, dem Anbieter und der Position einiger Planeten ab. 30 Prozent des Android-Universums sind „Pre-Lollipop“ und um es zu aktualisieren, braucht es eine robustere und effizientere Basis.
Android O und Android Go auf der Google I/O 2017
Genau hier treten Android O und Android Go in Erscheinung, die am ersten Tag der Google I/O 2017 angekündigt wurden. Die ersten Informationen über Android O kursierten bereits im März, mit Screenshots, die zahlreiche Anpassungen an der Benutzeroberfläche, dem Benachrichtigungssystem und dem Einstellungsmenü zeigten. Mountain View gab nun die zweite Entwicklervorschau für Teilnehmer des Android-Beta-Programms frei, die kompatible Geräte besitzen (Nexus 5X, Nexus 6P, Nexus Player, Pixel C, Pixel und Pixel XL). Android O enthält Project Treble, eine Initiative, die das Betriebssystem von den Änderungen der Hersteller trennen soll. Es ist nicht ideal, aber ein erster Schritt zu häufigen und konsistenten Updates.
Android Go: optimiert für Geräte mit 1 GB RAM oder weniger
Android Go ist im Grunde Android O für Smartphones mit 1 GB RAM oder weniger. Günstige Geräte haben die sogenannten „Schwellenmärkte“ im Sturm erobert, aber die Hersteller verwenden traditionelle Android-Images mit Apps und Diensten, die die geringe Leistung verschwenden. Android Go erweitert die Mission von Project Svelte und setzt auf ein Trio von Optimierungen: das Betriebssystem, Apps mit geringerem Ressourcenverbrauch (erinnern Sie sich an YouTube Go?) und eine spezielle Ausgabe des Play Store, die diese Apps zuerst anbietet. Natürlich hilft das den bereits auf dem Markt befindlichen Geräten nicht. Google betonte, dass Android Go 2018 „als eine Erfahrung“ debütieren wird – dennoch ist es nicht abwegig, neue günstige Geräte mit vorinstalliertem System zu erwarten.