Google erklärte Android Studio Rabbit 2 und die Integration Bring Your Own Agent (BYOA) am 28. Oktober 2026 für stabil und produktionsbereit. Damit lassen sich mehr als 40 Coding-Agenten einbinden, die das Agent Client Protocol (ACP) unterstützen. Google beschreibt den Umfang und den stabilen Status in der Ankündigung zu Android Studio Rabbit 2.
Agenten in Android Studio auswählen und einsetzen
BYOA verbindet Android Studio mit kompatiblen externen Coding-Agenten. Google nennt Claude Agent, Codex, Junie und Google Antigravity als Beispiele. Die Integration macht diese Agenten nicht zu Google-Modellen: Sie stammen von den jeweiligen Anbietern.
Die Auswahl erfolgt über das Agentenfenster oder über Settings > Tools > AI > Agents. Dort lassen sich Agenten installieren oder auswählen. Nach der Anmeldung kann man einen Prompt eingeben; mehrere installierte Agenten lassen sich wechseln.
Google zufolge können verbundene Agenten auf Werkzeuge und Kontext der IDE zugreifen, darunter den Android-Emulator, Build-Systeme und Logcat. Dazu kommen Projektstruktur und Build-Informationen, Symbolauflösung sowie die Darstellung in Compose Preview. Android Studio kann Änderungen außerdem mit Change Review prüfen. Die Funktion analysiert Änderungen eines Agenten sowie ausstehende oder bereits erstellte Commits. Der Aufruf erfolgt mit /review; erkannte Probleme kann man anschließend vom Agenten bearbeiten lassen.
Android CLI bietet einen separaten Weg
Android CLI ist ein eigener Integrationsweg neben der Agentenauswahl in Android Studio. Google bietet offizielle Plugins für Claude Code und Codex an. Das Android-Plugin für Antigravity bündelt Android CLI, Android Skills und Android-Wissen. Die Skills umfassen unter anderem Arbeitsabläufe für adaptive Layouts, CameraX und Firebase sowie Upgrades auf AGP 9. Google beschreibt insgesamt mehr als 30 Skills für über 20 Bereiche. Die XML-zu-Compose-Migration wird separat als Funktion der aktuellen Android-Studio-Canary geführt.
Das englischsprachige Tutorial von Android Developers führt durch die Einrichtung der CLI, das Android SDK, Projektvorlagen und virtuelle Geräte und zeigt den Einsatz von Android Skills.
Die Funktionen haben unterschiedliche Reifegrade
Google stuft BYOA in Rabbit 2 als stabil ein. Andere agentenbezogene Android-Funktionen befinden sich laut Google noch in Beta, Alpha oder Canary.
| Funktion | Von Google angegebener Reifegrad |
| BYOA in Android Studio Rabbit 2 | Stabil |
| AppFunctions | Beta |
| A2UI für Jetpack Compose | Alpha |
| ML Kit Agentic API mit Gemini Nano 4 | Alpha |
| XML-zu-Compose-Migration | Android Studio Canary |
Die Stufen gelten jeweils für die genannte Funktion. Sie bedeuten nicht, dass alle Werkzeuge rund um Android-Agenten denselben Entwicklungsstand haben. Google ordnet die APIs in seiner Übersicht zur agentischen Android-Entwicklung ein.
Was Googles Leistungswerte messen
Google berichtet von internen Tests, in denen Agenten mit android preview UI-Aufgaben 77 Prozent schneller erledigten und dabei bis zu dreimal weniger Tokens nutzten. Diese Werte beziehen sich auf UI-Aufgaben mit diesem Werkzeug.
Für einen anderen Arbeitsablauf meldet Google, dass seine leistungsfähigsten Modelle die LeakCanary-Aufgabe mit Android CLI fast doppelt so schnell erledigten und bis zu 25 Prozent weniger Tokens benötigten als ohne CLI. Beide Ergebnisse stammen aus Googles Angaben zu den jeweils beschriebenen Tests und Arbeitsabläufen. Sie gelten nicht automatisch für andere Agenten oder Android-Projekte. Die Zusammenfassung zu Android-Entwicklerwerkzeugen und Leistung beschreibt auch Android Bench 2.0: Der Benchmark bewertet langwierige Android-Aufgaben danach, ob die Lösung funktioniert, und berücksichtigt Zeit und Kosten neben der Kompilierung.