Anthropic kündigte am 18. Oktober 2026 den Anthropic Public Benefit Fund an und sagte dem neuen Fonds fünf Prozent seiner Aktien zu. Die Zusage steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Anteilseigner.

Die Beteiligung könnte wachsen: Für jeden Anstieg des Unternehmenswerts um 50 Prozent gegenüber einer festgelegten Basis könnte der Vorstand weitere zwei Prozent der Aktien zusagen. Über diesen möglichen Börsengangskontext berichtet NeoTeo separat in seiner Einordnung zur vertraulichen S-1-Einreichung von Anthropic.

Wie Anthropic auf rund 20 Prozent kommt

Anthropic beziffert den Anteil der Aktien, die durch neue und frühere Zusagen für Gemeinwohlzwecke vorgesehen sind, auf rund 20 Prozent. Die Mitgründer sagten laut Unternehmen bei der Gründung zu, 80 Prozent ihrer eigenen Beteiligungen zu spenden. Außerdem nimmt etwa die Hälfte der Beschäftigten an Anthropics Programm zur Unterstützung von Aktienspenden teil. Die rund 20 Prozent sind die Summe dieser Verpflichtungen und der neuen Fondsankündigung, nicht der Anteil, den die LLC allein hält.

Mögliche Förderungen und die Fondsstruktur

Anthropic plant den Fonds als vollständig unternehmenseigene LLC, also als Limited Liability Company. Als mögliche Förderwege nennt das Unternehmen größere Spenden an gemeinnützige Organisationen oder direkte Ausschüttungen an bestimmte Bevölkerungsgruppen. Die Anteile des Fonds sollen weder Lobbyarbeit noch politische Spenden finanzieren, weder in den USA noch im Ausland.

Unabhängig davon hat Anthropic nach eigenen Angaben bereits 200 Millionen US-Dollar zugesagt, um die wirtschaftlichen Folgen von KI zu untersuchen und ihnen zu begegnen. In Online-Diskussionen fragten Nutzer, wie aus den Aktien des Fonds konkrete Unterstützung werden soll, falls sie nicht verkauft oder ausgeschüttet werden.

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