Eine unerwartete SMS über einen angeblichen Apple-Pay-Umsatz beweist weder eine Zahlung noch einen gehackten Account. Öffne Wallet oder die offizielle App deiner Bank selbst und prüfe den Umsatz dort. Apple beschreibt Nachrichten über angeblich unautorisierte Apple-Pay-Zahlungen, oft verbunden mit einem Angebot zur Rückbuchung, als Betrugsmasche (Apple Support).
Was du für die Prüfung brauchst
Die verdächtige SMS und Zugang zu Wallet oder zur offiziellen App beziehungsweise Website deines Kartenausstellers genügen. Wenn du die Bank kontaktieren musst, nutze eine Nummer, die du unabhängig gefunden hast, zum Beispiel auf deiner Zahlungskarte.
So gehst du mit einer verdächtigen SMS um
- Halte inne und antworte nicht. Betrüger behaupten etwa, ein Konto sei gesperrt oder gefährdet, und erzeugen Zeitdruck. Sie wollen dich dazu bringen, einen Link zu öffnen, eine Nummer anzurufen oder persönliche Daten preiszugeben. Apple rät, verdächtige Nachrichten, die angeblich von Apple stammen, nicht zu beantworten.
- Behandle Absender und Nachrichtenverlauf nicht als Echtheitsbeweis. Ein gefälschter Name oder eine manipulierte Rufnummer kann vertrauenswürdig wirken. Das kanadische Zentrum für Cybersicherheit erklärt, dass gefälschte Bank-Kurzwahlen betrügerische SMS sogar im selben Chatverlauf wie echte Banknachrichten erscheinen lassen können (Canadian Centre for Cyber Security). Auch ein vertrauter Verlauf bestätigt also nicht, wer die konkrete Nachricht verschickt hat.
- Prüfe den behaupteten Umsatz unabhängig. Öffne Wallet oder die offizielle App deiner Bank selbst und suche dort nach der Zahlung. Tippe dafür nicht auf den SMS-Link und rufe keine Nummer aus der Nachricht an. Wenn du die Bank fragen musst, verwende ihre Kontaktdaten aus einer unabhängig aufgerufenen offiziellen Quelle.
- Melde die Nachricht über einen passenden Kanal. In Deutschland kannst du dich mit einer unerwünschten SMS oder Messenger-Nachricht über das Beschwerdeportal der Bundesnetzagentur an die zuständige Stelle wenden. Das Portal führt dafür eine eigene Kategorie. Wenn du durch den Betrug Geld verloren hast, ist zusätzlich eine separate Meldung bei der Polizei sinnvoll.
Wenn du Daten preisgegeben hast
Hast du dein Apple-Account-Passwort auf einer verdächtigen Seite eingegeben, ändere es sofort und aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Apple verlangt von dir zur Unterstützung kein Apple-Account-Passwort und keinen Bestätigungscode. Wurden Karten- oder Bankdaten offengelegt, kontaktiere den Kartenaussteller umgehend über einen unabhängig ermittelten offiziellen Kanal.
Du kannst außerdem einen Screenshot einer SMS, die Apple imitiert, an reportphishing@apple.com senden. In der Nachrichten-App gibt es für verdächtige Mitteilungen auch die Funktion „Junk melden“.