Ein kurzer Besuch auf AliExpress und anderen Online-Shops zeigt: Der Markt ist voller tragbarer Retro-Konsolen, deren Qualität so unterschiedlich ist wie die Anzahl der enthaltenen Spiele. Wenn du aber etwas Geld investieren kannst und Zugang zur Herstellung von eigenen PCBs hast, solltest du definitiv die Möglichkeit in Betracht ziehen, eine Konsole wie die Apple Pocket Pi zu bauen, die auf dem Raspberry Pi Zero 2 W basiert und mit der genau richtigen Dosis RetroPie ausgestattet ist.
Eine Retrokonsole kostet bei Amazon etwa 20 Euro. Auf AliExpress findest du wahrscheinlich ähnliche Modelle zu einem niedrigeren Preis. Aber alle diese Konsolen haben etwas gemeinsam: Die meisten ihrer Spiele sind einfache Hacks oder Wiederholungen derselben 20-30 NES-Titel. Außerdem bietet ihre Konfiguration keinerlei Flexibilität, und nur wenige Modelle erlauben das manuelle Nachladen zusätzlicher Spiele.
Wenn du also Geld investierst, warum nicht in den Bau einer tragbaren DIY-Retrokonsole? Der Instructables-Nutzer Applepie1928 hat kürzlich das Design seiner Apple Pocket Pi geteilt, basierend auf dem unerschöpflichen Raspberry Pi Zero 2 W, mit einem 2,4-Zoll-Bildschirm und einem 3.000-mAh-Akku, der über sechs Stunden Spielzeit mit einer einzigen Ladung ermöglicht.
So baust du eine tragbare Retro-Konsole mit Apple Pocket Pi
Unabhängig davon, was Cupertino zu diesem Namen zu sagen hat, sieht die Apple Pocket Pi gar nicht schlecht aus. Das Herzstück des Projekts ist das eigene PCB, und Applepie1928 hat sich die Mühe gemacht, das Design auf PCBWay zu veröffentlichen, sodass jeder die Fertigung direkt bestellen oder die Gerber-Dateien herunterladen kann. Die 3D-Modelle für das Gehäuse und die Tasten wurden bereits auf Thingiverse hochgeladen.
Der Rest des Tutorials konzentriert sich auf die Erklärung der notwendigen Verbindungen, und so überraschend es klingen mag, das Einfachste ist die Software. Am Ende laden wir nur ein RetroPie-Image auf den Raspberry Pi, damit es bei jedem Start automatisch ausgeführt wird. Das Video zeigt einen leichten Geschwindigkeitsverlust bei der Emulation von Sega-Genesis-/MegaDrive-Spielen, aber es gibt viel Raum für Optimierung. Und die Kosten? Applepie1928 hat eine Gesamtinvestition von 114,40 britischen Pfund bestätigt, etwas mehr als 130 Euro. Ehrlich gesagt hätte ich Schlimmeres erwartet.
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