Apple kündigte HomeView am 13. Oktober 2026 als erstes eigenes Smart-Home-Display an und plante den Verfügbarkeitsbeginn in den angekündigten Märkten für den 13. November. In der EU soll das Gerät zum Start nicht verkauft werden. Apple begründet den Ausschluss damit, dass Siri AI in iOS dort derzeit nicht verfügbar ist, wie Apple mitteilt. Für Deutschland bedeutet das: kein Verkauf zum angekündigten Start.

Vor Apples Ankündigung hatte NeoTeo über Leaks zu HomeView berichtet. Die neue Meldung beschreibt Apples offiziell angekündigtes Produkt und die geplanten Startbedingungen, nicht mehr die damaligen Spekulationen.

Zwei Bauformen für Tisch und Wand

Beide Varianten haben ein 7-Zoll-Liquid-Retina-Display mit True Tone und automatischer Helligkeitsregelung von 0,3 bis 500 Nits. Das Tischmodell sitzt auf einer kuppelförmigen Lautsprecherbasis: Im Display arbeiten zwei Breitbandtreiber, in der Basis ein nach unten abstrahlender Tieftöner und zwei passive Radiatoren. Das Wandmodell hat ebenfalls das 7-Zoll-Display und zwei speziell abgestimmte Treiber für den Einsatz an der Wand.

Apple sieht HomeView als gemeinsamen Bildschirm für die Haussteuerung, Kommunikation und Unterhaltung. Nach Apples Angaben kann das Gerät bis zu sechs Personen erkennen und für jede Person einen eigenen Startbildschirm anzeigen. Die Einrichtung und Mehrbenutzerfunktionen erfordern ein kompatibles iPhone oder iPad mit aktueller Software.

HomeView soll kompatible Apple-Home- und Matter-Geräte per Touch oder Sprache steuern können. Die Home-Kamera-Ansicht kann laut Apple bis zu neun Live-Videoübertragungen zeigen. Intelligente Kameraerkennung und Videobeschreibungen setzen kompatible Kameras und einen geeigneten iCloud+-Tarif voraus.

Siri AI: Persönliche Anfragen brauchen ein gekoppeltes Gerät

Siri AI ist in HomeView Softwareversion 27.2 eine Beta. Für Anfragen mit persönlichem Kontext braucht es ein gekoppeltes, Apple-Intelligence-fähiges iPhone oder iPad. Darauf müssen Siri AI aktiviert und eine unterstützte Sprache eingestellt sein. Allgemeine Wissensfragen und Gespräche sollen laut Apple auch ohne ein solches Begleitgerät möglich sein.

Beim App-Angebot zeichnet sich ebenfalls eine Grenze ab: WIRED berichtet, dass HomeView keinen eigenen App Store hat. Apple kündigt Unterstützung für kompatible Audio- und Video-Apps von Drittanbietern an.

US-Preis und zusätzliche Kosten für die Wandmontage

In den USA kostet jede HomeView-Bauform laut Apple 299 US-Dollar. Für die Wandversion kommt eine separat zu kaufende Halterung samt Stromversorgung hinzu. Apple nennt für den Power Mount USB-C Wall Connector einen US-Startpreis von 59,95 US-Dollar. Gerät und dieser Wandanschluss ergeben zusammen 358,95 US-Dollar; Tom’s Guide berichtet, dass der Netzadapter separat verkauft wird. Installationskosten sind in der Summe ebenfalls nicht enthalten. Apple bietet drei für HomeView entwickelte Wandhalterungen von Schneider Home an, die selbst oder professionell montiert werden können.

Die unterschiedlichen Erwartungen an ein solches Gerät zeigen sich auch in einzelnen Nutzerkommentaren: Ein Teilnehmer einer Diskussion auf r/apple sah keinen überzeugenden Anwendungsfall. In einem anderen r/apple-Thread beschrieb ein Nutzer dagegen eine Küche, in der ein gemeinsames Gerät Rezepte bereithalten und Musik abspielen sollte; er kündigte an, eines zu kaufen.

Marques Brownlee kam in seinem Review zu HomeView zu einem skeptischen Urteil: Das erste Angebot überzeugte ihn nicht.