Einer der Wünsche von Google ist, dass Android ein Betriebssystem wird, das für mehrere Rollen bereit ist. Im Bereich Konsum leistet es hervorragende Arbeit, und sein produktives Potenzial hat an Boden gewonnen, aber der nächste Punkt auf der Liste ist die Ausführung fortschrittlicher Inhalte. Während Google Daydream sich um virtuelle Realität kümmern will, strebt die neue Plattform ARCore danach, dass erweiterte Realität zu einer verbreiteten Ressource auf Millionen kompatiblen Mobilgeräten wird.
Ich denke, unsere Leser fragen sich: „Was ist mit Project Tango passiert?". Erinnern wir uns: Die ursprüngliche Ankündigung stammt aus Juni 2014, und es dauerte zweieinhalb Jahre, bis das erste Smartphone mit dieser Technologie erschien, dank Lenovo. Das Problem ist, dass neue Hardware das Softwaredefizit nicht löst, und alle Hersteller wissen das (Tango hatte nur drei Smartphones und ein Tablet unter seinen Fittichen). Als ob das nicht genug wäre, hat Apple den Tisch umgeworfen, als es letzten Juni seine ARKit-Plattform für Entwickler ankündigte, die im Wesentlichen die Ausführung von Apps mit erweiterter Realität auf Millionen iPhones unter iOS 11 ermöglichen wird. Angesichts dieser Möglichkeit muss Google sich auf die gleiche Ebene wie sein Konkurrent stellen, und so kommen wir zu ARCore
Aus gewisser Sicht kann ARCore als eine einfachere (und weniger präzise) Variante von Tango interpretiert werden, aber das ist nichts Schlechtes. Schließlich besitzt Google die Technologie bereits und versteht die größten Hindernisse. Der Vorteil von ARCore ist, dass es die hohen Hardware-Anforderungen beiseite lässt und mit jedem Smartphone funktionieren sollte, das Android 7.0 Nougat oder höher ausführen kann. Seine Vorschau ist auf das Samsung Galaxy S8 und das Google Pixel beschränkt, aber Mountain View möchte ARCore auf „Millionen" von Geräten sehen, bevor die Testphase endet.
ARCore ist kompatibel mit Java/OpenGL, Unity und Unreal und legt den Schwerpunkt auf Parameter wie Bewegungserfassung, Umgebungsverständnis (also Oberflächendetektion) und Lichtschätzung. Google hat außerdem ein Portal mit Experimenten eingerichtet, damit Interessierte das Potenzial von ARCore genauer kennenlernen können. Glaubst du, es wird nützlich sein? Die Kommentare sind offen.