ASUS kündigte seinen ProArt-Mini-PC mit NVIDIA RTX Spark am 1. Juni 2026 auf der Computex an und nannte Herbst 2026 als Startfenster in ausgewählten Regionen. Die Produktseite führt das Gerät als ProArt GR1X mit NVIDIA RTX Spark N1X. ASUS’ Computex-Ankündigung und GR1X-Produktseite beschreiben einen kompakten Windows-PC für lokale KI- und Kreativaufgaben.
Die technischen Daten des ProArt GR1X
Im GR1X kombiniert ASUS eine NVIDIA-Grace-CPU mit einer NVIDIA-Blackwell-RTX-GPU. Der LPDDR5X-Speicher ist gemeinsam nutzbar: CPU und GPU greifen auf denselben Speicherpool zu, statt dass die Grafik einen eigenen, separaten VRAM-Speicher erhält.
| Merkmal | ASUS-Angabe |
| Plattform | NVIDIA RTX Spark N1X |
| Prozessor | NVIDIA Grace, bis zu 20 Kerne |
| Grafik | NVIDIA Blackwell RTX, bis zu 6.144 CUDA-Kerne |
| Arbeitsspeicher | 64 GB oder bis zu 128 GB LPDDR5X, gemeinsam genutzt |
| Maße und Volumen | 150 × 150 × 51 mm; etwa 1,1 Liter |
| Gewicht | 1,48 kg |
| TDP | 140 W |
| Netzteil | 240 W |
| Netzwerk | 10G-Ethernet, Wi-Fi 7 (2×2), Bluetooth 5.4 |
| Anschlüsse | HDMI 2.1 und vier USB-C-Anschlüsse; drei unterstützen DisplayPort Alternate Mode, einer dient der Stromversorgung |
| Displays | Bis zu vier laut ASUS |
Die beiden Leistungsangaben beziehen sich auf unterschiedliche Dinge: 140 W ist die TDP-Angabe des Systems, 240 W die Nennleistung des Netzteils. TDP steht für eine thermische Auslegungsgröße; sie ist nicht gleichbedeutend mit der Leistung des Netzteils.
Welche Aufgaben ASUS für den Mini-PC vorsieht
ASUS bewirbt den GR1X für lokale KI-Anwendungen, 3D-Rendering, Videoschnitt und Spiele. Das Unternehmen nennt unter anderem den Betrieb großer Sprachmodelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern, bis zu 1 Petaflop KI-Leistung im FP4-Format und einen Kontextumfang von bis zu einer Million Tokens. Für Kreativ- und Spieleaufgaben führt ASUS außerdem 3D-Szenen mit 90 GB, Videoschnitt in 12K mit 4:2:2-Farbabtastung und Gaming in 1440p mit mehr als 100 Bildern pro Sekunde an.
Das sind Leistungsangaben und Einsatzbeispiele von ASUS. Der Hersteller bezeichnet seine Leistungswerte als theoretisch, sofern nichts anderes angegeben ist, und weist darauf hin, dass Ergebnisse im Alltag abweichen können. Die Zahlen sind daher als Herstellerpositionierung zu verstehen, nicht als Messwerte für eine konkrete Anwendung.
Wer RTX Spark im größeren Zusammenhang einordnen möchte, findet unsere Einordnung zu NVIDIAs RTX-Spark-Plänen.