Das Internet ist voller Anleitungen und Vorschläge zum Reparieren und Restaurieren alter Radios, aber es gibt auch einen weniger populären Weg: das Ersetzen des Innenlebens durch moderne Hardware. Auch wenn das bei manchen Nutzern auf Ablehnung stößt, gibt es Fälle, in denen das Endergebnis die Mühe wert ist. So gelangen wir zum Tutorial des Nutzers „darkfly“ auf Instructables, der einen alten Philco-Radiowecker in einen Multimedia-Player mit integriertem Display verwandelte.
Die Restaurierung eines Röhrenradios ist ein faszinierendes Projekt, aber manchmal gibt es Schwierigkeiten, die uns zu einer langen Pause zwingen … und das Radio landet in einer Ecke und staubt ein. Nicht alles löst man durch den Austausch von Kondensatoren, und manche Fehler erfordern Bauteile, die es schlicht nicht mehr gibt. Dann entsteht die Möglichkeit der „Transplantation“, also das Entfernen der Originalteile und die Nutzung des Gehäuses als neues Zuhause für ein modernes System. Genau diesen Weg ist „darkfly“ auf Instructables gegangen und verwandelte einen alten Philco-Radiowecker in einen Multimedia-Player.
Vom Radiowecker zum Multimedia-Player mit Raspberry Pi und ohne 3D-Druck
Das geschulte Auge erkennt wahrscheinlich den Philco G761. Es ist ein Röhren-Radiowecker aus dem Jahr 1959 mit sechs Röhren und einem Schalter oben zur unabhängigen Steuerung der Lautsprecher. Doch „darkfly“ entfernte das Innenleben des Radioweckers und begann nach einer gründlichen Reinigung (wer weiß, was sich in den letzten Jahrzehnten angesammelt hat), die neue Hardware anzupassen. Ein wesentliches Detail: Der gesamte Prozess scheint reversibel zu sein, und „darkfly“ fertigte die Rahmen für Lautsprecher und Display aus Holz an.
Ja, kein einziges 3D-gedrucktes Teil. Für den unteren Bereich (wo sich das Zifferblatt befand) verwendete er ein Stück Schaumstoffplatte, die mit Stoff bezogen wurde, und den Rest der Vorderseite nimmt ein AS-22-Verstärker ein (kostet etwa 13 Euro auf AliExpress und wird mit Fernbedienung geliefert). Die Hardware ist keine Überraschung: Ein Raspberry Pi 4B und ein 5-Zoll-Touchscreen bilden das gesamte Multimedia-System. Die Lautsprecher sind Boss CH4230, relativ erschwinglich.
Persönlich würde ich ein durchgehendes Frontteil anfertigen und darauf die Potentiometer des Verstärkers montieren, damit die USB-Anschlüsse nicht zu sehen sind (genau wie diese schreckliche LED), und der Rahmen des Displays verdient eine zweite Version. Aber insgesamt gefällt mir die Idee sehr gut. Ich schätze auch das Fehlen von 3D-Druckern im Projekt. Nicht jeder hat Zugang zu ihnen, und Details aus Holz sind nie verkehrt.
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