Es ist eine Nachricht, die in der Sicherheitsbranche für Aufsehen sorgt: Avast hat offiziell die Übernahme von AVG bekannt gegeben. Der Kaufpreis liegt bei 1,3 Milliarden US-Dollar, und damit wird Avast seine Präsenz auf über 400 Millionen Geräte ausweiten – ein gewaltiger Schritt für das Unternehmen.
Zwei Unternehmen mit vielen Gemeinsamkeiten
Es ist leicht, sich Avast und AVG als direkte Konkurrenten vorzustellen, aber diese beiden Unternehmen haben mehr gemeinsam als nur den Markt. Beide stammen aus der Tschechischen Republik, wurden im Abstand von nur drei Jahren gegründet (Avast 1988, AVG 1991) und waren die ersten Anbieter kostenloser Antivirensoftware – (AVG machte den ersten Schritt). Sie teilen sich einen ähnlichen Marktanteil mit durchschnittlich 200 Millionen Nutzern. Aus dieser Perspektive ist eine Fusion nicht völlig abwegig, aber heute geht es um eine formelle Übernahmeankündigung. In einem ausführlichen Beitrag im offiziellen Blog von Avast gab CEO Vincent Steckler bekannt, dass alles bereit ist, um den Kauf von AVG zu starten.
Die Details des Deals
Wie üblich muss der Prozess von den zuständigen Regulierungsbehörden genehmigt werden – (erwähnenswert ist, dass Avast privat ist, während AVG börsennotiert ist). Sollte die Genehmigung erteilt werden, zahlt Avast rund 25 US-Dollar in bar pro AVG-Aktie, was einen Endpreis von 1,3 Milliarden US-Dollar ergibt. Im Wesentlichen wird dieser Kauf es Avast ermöglichen, seine Nutzerbasis auf mehr als 400 Millionen zu erweitern, verteilt auf 250 Millionen Computer mit Windows- und OS-X-Plattformen sowie etwa 160 Millionen Nutzer auf mobilen Geräten. Der Genehmigungsprozess begrenzt die Menge an verfügbaren Informationen, aber es ist bekannt, dass Avast mehrere Technologien für Familien-Sicherheit auf Smartphones erhalten wird und die Reichweite seines technischen Supports verbessern kann, insbesondere im Unternehmensbereich.
Unnötig zu erwähnen, dass die große Frage ist, wie die kostenlosen Lösungen beider Unternehmen nach Abschluss der Transaktion weiter funktionieren werden. Persönlich glaube ich nicht, dass Avast radikale Änderungen einführen wird, über die Entwicklung eines neuen gemeinsamen Motors hinaus, der die Erkennungsfähigkeiten beider Unternehmen kombiniert.