Amazon Web Services (AWS) kündigte am 2. Oktober 2026 an, bei Projekten mit Behörden keine Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) mehr zu verwenden. Die Änderung betrifft nach der berichteten Einordnung künftige Verhandlungen mit Kommunen in den USA. Für bestehende Vereinbarungen will AWS dem Bericht zufolge keine Neuverhandlungen anstreben.

Welche Offenlegung AWS verspricht

AWS kündigte außerdem lokale Informationsveranstaltungen und einen frühen Austausch über Projektpläne an. Das Unternehmen will auf Anliegen aus den Gemeinden hören und den Austausch während des Projektverlaufs ermöglichen.

Jährlich will AWS Angaben zu Energieverbrauch und Energieeffizienz, Wasserverbrauch und Wassereffizienz sowie zum Anteil der Energie aus CO₂-freien Quellen veröffentlichen. Das sind Unternehmenszusagen zu künftigen Informationen und Veranstaltungen.

South Bend hatte zuvor eigene NDA-Regeln beschlossen

Der South Bend Common Council stimmte am 28. September 2026 einstimmig für zwei Maßnahmen, die NDAs bei städtischen Rechenzentrumsprojekten untersagen. Der Beschluss fiel vier Tage vor AWS’ Ankündigung.

Amazons separates Programm Built Together

Amazon kündigte mit Built Together ein eigenes Programm für US-Gemeinden an, in denen das Unternehmen Rechenzentren betreibt. Es verspricht mehr als eine Milliarde US-Dollar an zusätzlichen Investitionen über fünf Jahre. Das Programm ist von AWS’ Verpflichtung zu NDAs und öffentlicher Berichterstattung getrennt.