Am 29. Oktober 2026 stimmte die FCC laut Teslarati dafür, ein Verfahren für neue Regeln zum Satellitenfunk voranzubringen. Der FCC-Entwurf vom 8. Oktober sieht 482 MHz zusätzlich für Supplemental Coverage from Space (SCS) vor; die Abstimmung wies SpaceX diese Frequenzen nicht zu. Der FCC-Entwurf beschreibt einen Vorschlag für die USA, keine abgeschlossene Zuteilung.
Was der SCS-Entwurf ändern könnte
SCS ist ein Regelrahmen, in dem Satellitendienste lizenzierte terrestrische Mobilfunkfrequenzen nutzen können, um die Versorgung zu ergänzen. Die FCC schlug vor, die Zahl der dafür geeigneten Frequenzbänder von fünf auf 13 zu erhöhen und den Betreibern individuell zugeschnittene Lizenzgebiete zu ermöglichen.
Auch die Bedingungen für das Zusammenwirken mit terrestrischen Netzen könnten sich ändern. Statt alle gleichkanaligen Lizenzen im gesamten geografisch abgegrenzten Gebiet anzumieten, könnte ein Betreiber dem Vorschlag zufolge Koexistenzvereinbarungen für das geplante SCS-Gebiet nachweisen oder selbst Inhaber der betreffenden terrestrischen Lizenzen sein.
Drei getrennte Spektrumsvorgänge
Die 482-MHz-Erweiterung, eine separate Auktion und die frühere Übertragung von Tristar-Lizenzen betreffen unterschiedliche Vorhaben:
| Spektrumsvorgang | Umfang | Worum es geht |
| SCS-Erweiterung | 482 MHz zusätzlich | Vorgeschlagene Erweiterung des Rahmens für Satellitendienste mit terrestrischem Mobilfunkspektrum |
| Separater Auktionsvorschlag | 25 MHz in den Bereichen 1675–1695 MHz und 2020–2025 MHz | Vorgesehene Auktion für terrestrischen Mobilfunk, D2D-Dienste oder eine Kombination daraus |
| Tristar-Lizenzen | 15 MHz bei 1695–1710 MHz | Frühere, separate Übertragung von AWS-3-Lizenzen an SpaceX |
Die FCC-Vorlage behandelt die Auktion als eigenen Punkt neben der SCS-Erweiterung. Die Frequenzen wären laut Entwurf für terrestrischen Mobilfunk, Dienste mit direkter Satellitenverbindung zu Endgeräten (D2D) oder einen Mischbetrieb nutzbar.
Der Tristar-Transfer erfasst einen begrenzten Teil der USA
Die FCC genehmigte am 21. Oktober 2026 laut Teslarati SpaceX’ Übernahme von drei AWS-3-Lizenzen von Tristar. DPL News zufolge erstrecken sich diese Lizenzen über 62 US-Countys in acht Bundesstaaten und betreffen rund vier Prozent der US-Bevölkerung. DPL News berichtete außerdem, dass die FCC SpaceX für die Satellitennutzung von herkömmlichen Anforderungen zum Bau terrestrischer Funkmasten befreite.
Auch die Genehmigung eines Plans für 15.000 Direct-to-Cell-Satelliten war ein eigener Vorgang. NeoTeo berichtete zuvor über diese Satellitenfreigabe.
CTIA, T-Mobile und SpaceX vertreten unterschiedliche Positionen
CTIA bat die FCC laut Teslarati im Namen von AT&T, Verizon und T-Mobile, die Bänder bei 2,5 und 3,45 GHz aus dem Vorschlag zu streichen. Sie umfassen nach dem Bericht zusammen 290 MHz der erwogenen 482 MHz. T-Mobile verwies demnach auf mögliche Satelliteninterferenzen, die bis zu 96 Prozent des Uplink-Versorgungsbereichs eines Mobilfunkstandorts beeinträchtigen könnten. Das ist T-Mobiles Argument im Verfahren.
SpaceX bat laut Teslarati seinerseits darum, zusätzlich das Band von 902 bis 928 MHz aufzunehmen. SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell peilte laut Teslarati einen Dienst über unternehmenseigene Frequenzen für Anfang 2028 an.