Am 3. November 2026 berichtete Tom’s Hardware unter Berufung auf The Information, ein Informant habe einen mutmaßlichen Weg für High-Bandwidth Memory (HBM), also Speicher mit hoher Bandbreite, von Südkorea nach China beschrieben. Die Bauteile sollen über Hongkong nach Shenzhen gelangt sein. Der Bericht schilderte, dass HBM zusammen mit leistungsschwachen Prozessoren auf Platinen transportiert und in Shenzhen wieder zurückgewonnen worden sei.
Welche Reaktion SK hynix zugeschrieben wird
YTN berichtete am selben Tag ebenfalls über den Vorwurf und schrieb SK hynix eine allgemeine Erklärung zu, das Unternehmen halte die einschlägigen Exportgesetze ein. Einen direkten Wortlaut der Erklärung gibt YTN in der vorliegenden Zusammenfassung nicht wieder.
Was die HBM3E-Schätzung aussagt
Ein anonymer, in Shenzhen ansässiger Broker schätzte den Preis einer HBM3E-Einheit in China zum Zeitpunkt des Berichts auf rund 4.000 US-Dollar. Etwa ein Jahr zuvor habe eine Einheit mehrere Hundert US-Dollar gekostet. Der Bericht nennt sechs bis acht HBM-Einheiten pro KI-Prozessor. Aus der aktuellen Schätzung ergibt sich damit rechnerisch ein Speicherwert von 24.000 bis 32.000 US-Dollar pro Prozessor.
Älterer Kontext zur HBM-Versorgung
In einer Analyse vom 8. Juli 2025 schrieb Chris Miller, dass der Großteil des mit Huawei-KI-Prozessoren kombinierten HBM aus dem Ausland gekauft oder geschmuggelt worden sei. Seine Einschätzung betrifft die allgemeine Versorgung dieser Prozessoren; der Bericht vom November 2026 beschreibt einen konkreten mutmaßlichen Transportweg.