Der Vorfall rund um CCleaner ist zwar vorbei, aber der Bruch in der Entwicklungskette und der Verlust des Vertrauens haben vielleicht mehr Schaden angerichtet als der Schadcode selbst. Die Anfragen nach Alternativen zu CCleaner haben sich vervielfacht, und genau hier kommt BleachBit ins Spiel. Das Programm kann erweitert werden, um weitere Reiniger zu integrieren, besitzt eine portable Edition und seine Open-Source-Entwicklung hält es fern von unliebsamen Überraschungen im Hintergrund.
Der CCleaner-Zwischenfall und die Suche nach Alternativen
Die jüngsten Informationen zur Malware-Infektion von CCleaner legen nahe, dass die Kampagne mit einer chinesischen Hackergruppe in Verbindung steht, die gezielt eine sehr spezifische Liste von Unternehmen angreifen wollte. Dank der Arbeit von Teams wie dem Talos Group von Cisco und Intezer Labs fiel der Schaden deutlich geringer aus als erwartet, und man kann (bis zu einem gewissen Punkt) sagen, dass CCleaner zur Normalität zurückgekehrt ist. Es ist jedoch nicht schwer zu verstehen, dass manche Nutzer es ersetzen möchten. Zum Glück gibt es mehrere Reiniger, die mit CCleaner mithalten können, und einer davon ist BleachBit, das wir vor einigen Jahren bereits empfohlen haben.
BleachBit in der Praxis
Die Benutzeroberfläche ist so einfach wie eh und je, was meiner Meinung nach etwas sehr Positives ist. Die Bedienung ist kein Geheimnis: Wir wählen die zu bereinigenden Einträge aus, drücken auf „Vorschau“, um den Vorgang zu simulieren, und wenn wir einverstanden sind, bestätigen wir mit „Reinigen“. Das Beste ist, dass wir die Anzahl der Optionen erweitern können, wie bei CCleaner, nur ohne ein externes Programm zu benötigen. BleachBit lädt automatisch eine aktualisierte Kopie der Datei winapp2.ini herunter, allerdings müssen wir dies zuerst in den Einstellungen aktivieren.
Versionen und Verfügbarkeit
Die neueste stabile Version von BleachBit ist 1.12, die neueste Beta ist 1.17. Es gibt einen offiziellen Installer, eine portable Version ohne externe Abhängigkeiten, mehrere aktualisierte Linux-Pakete je nach Distribution (die Kopien in den offiziellen Repositorien sind nicht auf dem neuesten Stand) sowie vorläufige Unterstützung für macOS. Wer den Code herunterladen und an einem Port für eine andere Plattform arbeiten möchte, kann dies ohne Einschränkungen tun.