Viele, die sich für Fotografie begeistern, blicken mit Skepsis auf Spiegelreflexkameras. Sie gelten als zu komplex, zu schwer und zu teuer. Doch einige Hersteller haben das verstanden – allen voran Canon. Mit den Modellen EOS 2000D und EOS 4000D gehört sie zu den meistverkauften Kameras dank des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Und in dieser Reihe kommt nun die Canon EOS 250D mit einem leichteren Gehäuse, hervorragenden Assistenzfunktionen für Anfänger und einer fantastischen Akkulaufzeit bei Nutzung des optischen Suchers.

Wie freundlich kann eine Kamera sein? Wie weit sind Einstellungen in der Benutzeroberfläche akzeptabel, um die Bedienung zu vereinfachen? Smartphones haben den Vorteil, dass man zum Fotografieren nur den Bildschirm berühren muss. Aber auch komplexere Formate können Funktionen für diejenigen integrieren, die Unterstützung benötigen.

Mit dieser Idee haben wir die Canon EOS 250D entdeckt, eine relativ neue Veröffentlichung des japanischen Giganten. Canon zielt direkt auf diejenigen, die ihre erste Spiegelreflexkamera kaufen möchten. Die Strategie ist dreifach: Ein leichteres Gehäuse als üblich, ein vom EOS 800D geerbtes „geführten Modus“ und eine enorme Akkulaufzeit bei bestimmten Einstellungen.

Canon EOS 250D: Die Vision der „Casual-Spiegelreflexkamera“
Canon EOS 250D

Canon EOS 250D: Ein Schritt nach dem anderen

Canon EOS 250D: Die Vision der „Casual-Spiegelreflexkamera“
Das Kit enthält ein 18-55-Objektiv

Die Canon EOS 250D wurde ursprünglich im April 2019 angekündigt. Sie verfügt über einen CMOS-Sensor mit 24,1 effektiven Megapixeln, angetrieben vom DIGIC-8-Prozessor. Die ISO-Empfindlichkeit reicht von 100 bis 25.600, mit einem Boost über 51.200. Die Verschlusszeit reicht von 1/4.000 bis 30 Sekunden. Der Bildschirm ist ein 3-Zoll-Touchscreen mit 1,04 Millionen Bildpunkten, voll articuliert. Der Sucher ist ein optischer Pentaspiegel mit 95% Abdeckung.

Die Canon EOS 250D hat die Aufgabe, ihre Vorgängerin 200D abzulösen. Der Autofokus ist im Live-View-Modus umfangreicher: 3.975 Punkte bei manueller Auswahl oder 143 in automatischer. Mit dem Sucher bleiben es 9 Punkte.

Canon EOS 250D: Die Vision der „Casual-Spiegelreflexkamera“
Selfie-Modus? Sagen wir ja

Der geführte Modus ist eines der wichtigsten Features. Jeder kann die Kamera in den Vollautomatikmodus stellen, aber das lehrt nichts. Der geführte Modus gibt grundlegende, aber präzise Anweisungen zu den Auswirkungen der Belichtungsparameter. Wenn du unsicher bist, kannst du den geführten Modus auf dem Hauptbildschirm belassen, die Einstellungen ändern und mit dem optischen Sucher fotografieren. Der Sucher ist zwar klein, aber beim Akkusparen nützlich.

Canon EOS 250D: Die Vision der „Casual-Spiegelreflexkamera“
Eines der einfachsten Modus-Wahlräder

Die Einfachheit erstreckt sich auf die Oberfläche. Hinten gibt es wenige Tasten, oben ein einziges Modus-Wahlrad. Es gibt sieben Positionen: Intelligenter Auto (Full Auto), Szenen (SCN) mit zwölf Optionen, Kreativfilter mit zehn Effekten, Programm (P), Blendenpriorität (Av), Verschlusspriorität (Tv) und Manuell (M). Der Video-Modus ist die dritte Position des Ein-/Ausschalters. Das Handbuch hat fast 500 Seiten, aber lass dich nicht täuschen.

Die Canon EOS 250D liefert hervorragende Bilder, sowohl als JPEG als auch RAW (wenn auch nicht als lokale Verarbeitung). Der Video-Modus ist bescheidener: 4K nur mit p24/p25 und 120 Mbit/s, 1080p bis 60 FPS.

Canon EOS 250D: Die Vision der „Casual-Spiegelreflexkamera“
0.3s f11 ISO 100
Canon EOS 250D: Die Vision der „Casual-Spiegelreflexkamera“
1-60 f11 ISO 100
Canon EOS 250D: Die Vision der „Casual-Spiegelreflexkamera“
1-320 f1.8 ISO 100
Canon EOS 250D: Die Vision der „Casual-Spiegelreflexkamera“
1-800 f8 ISO 100

Die Konnektivität umfasst Wi-Fi n und Bluetooth Low Energy, sodass Bilder automatisch auf ein Smartphone übertragen werden können, entweder in voller Auflösung oder in 2-Megapixel-Versionen für soziale Medien. Das letzte Update der App Canon Camera Connect auf Android stammt vom 9. Juli.

Zubehör für die Canon EOS 250D

Akkus und Stromversorgung

1.070 Aufnahmen. Kein Tippfehler: Wenn du die meisten Sitzungen mit dem optischen Sucher machst, liegt die Akkulaufzeit des LP-E17 bei etwa 1.070 Aufnahmen. Mit Live View sinkt sie jedoch auf 320 Fotos. Deshalb empfehlen wir ein zweites Original-Akkusmodul EP-E17. Du nutzt eines, während das andere lädt.

Canon EOS 250D: Die Vision der „Casual-Spiegelreflexkamera“
Mehr als 1.000 Aufnahmen pro Ladung!

Stative und Halterungen

Canon bewirbt die EOS 250D als leichteste ihrer Spiegelreflexkameras. Mit 449 Gramm hat sie recht. Beim Kauf eines Stativs für die Canon EOS 250D muss man das Rad nicht neu erfinden. Unser klassisches Gloxy GX-T6662A ist mit einer maximalen Last von 10 kg und 1,6 m Höhe gut geeignet. Unter den kompakteren Optionen ist das Clampod Takeway T2 schwer zu widerstehen. Klein, leicht, besser als sein Vorgänger und zum gleichen Preis.

Rucksäcke und Taschen

Leider bietet die Canon EOS 250D keinen Wetterschutz, aber das ist kein Hindernis. Man braucht nur etwas mehr Aufmerksamkeit bei Lagerung und Transport. Das lässt sich für nur 40 Euro lösen. Das ist der Preis des Rucksacks Gloxy Pro AW, der eine wasserdichte Hülle, ein verstellbares Innenpolster und zusätzliche Taschen mitbringt. Zu groß? Kein Problem: Die Tasche Delta 400a Fancier ist eine gute Alternative, und du kannst deine EOS 250D mit montiertem Objektiv tragen. Der zugehörige Produktcode lautet „GloxyPRO,Fancier400a“.

Canon EOS 250D: Die Vision der „Casual-Spiegelreflexkamera“
Guter Begleiter für die EOS 250D

Blitze

Regel 1: Ohne Licht kein Foto. Regel 2: „Wenn du unsicher bist, schau dir Regel 1 an.“ Die Canon EOS 250D hat einen eigenen Blitz, der für Gelegenheitsaufnahmen reicht. Für mehr Power empfehlen wir einen Gloxy GX-F1000C. Seine Leistung steht vielen Profi-Blitzgeräten in nichts nach, und für 135 Euro (inklusive kostenlosem Versand) muss man nicht lange überlegen.

Objektive

Ein Modell für sofort, ein anderes für die Zukunft. Objektive verändern die Fotografie komplett. Das 18-55 im Kit ist nicht schlecht, aber es geht besser. Unsere erste Empfehlung ist das Tamron F/3.5-6.3 XR Di II VC, ein solider Allrounder von 18-200 mm. Die zweite ist ein alter Freund: das Irix Firefly mit 15 mm. Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieses Ultra-Weitwinkels ist unschlagbar. Die zugehörigen Produktcodes sind „0712710391,0713043559“.

Canon EOS 250D: Die Vision der „Casual-Spiegelreflexkamera“
Ein solider Allrounder für Anfänger

Und damit sind wir für heute fertig. Ja, Spiegelreflexkameras können „casual“ sein. Canon hat das mit früheren Modellen bewiesen und zeigt es erneut mit der EOS 250D. Persönlich würde ich sie in den nächsten sechs Monaten 50 Euro günstiger sehen, aber der aktuelle Preis ist nicht schrecklich. Wenn du sparen willst, schau dir die EOS 200D an. Wenn dich der optische Sucher nicht überzeugt, ist die Canon EOS M50 eine solide Alternative. Viel Glück!