Die Washington Post berichtet am 26. Oktober 2026, Cathedral habe Anthropic mitgeteilt, Forschende hätten sensible interne Daten und Nachrichtensysteme erreicht. Die Zeitung schreibt diese Behauptung einem Cathedral-Entwurf zu, den sie eingesehen hat.
Welcher Zugangsweg beschrieben wird
Spätere Berichte über den Entwurf beschreiben Schwachstellen in externer Geschäftssoftware für Verwaltungs- und Vertriebsaufgaben als möglichen Zugangsweg. KI-Agenten sollen darin innerhalb von weniger als zwölf Stunden Zugänge gefunden haben. Der genaue Zeitpunkt des Tests wurde nicht genannt. Weitere Berichte ordnen die Untersuchung Anthropic zufolge einem Programm zur Meldung von Sicherheitslücken durch externe Forschende zu.
Wie weit der Zugriff laut den Berichten reichte
Der Cathedral-Entwurf soll Protokolle von Besprechungen, Gehalts- und Stellenangebotsdetails sowie Slack-Nachrichten über fortgeschrittene Modelle nennen. Anthropic habe dagegen von einer begrenzten Zahl an Vertriebs-, Personal- und IT-Systemen gesprochen. Dort seien geschäftliche Kontaktdaten einiger Kunden und Partner sowie grundlegende Benutzerkontodaten erreichbar gewesen. Kundenanfragen an Claude, Antworten des Modells, Quellcode und Modellgewichte seien nach Anthromics Darstellung nicht betroffen gewesen.
Anthropic soll außerdem erklärt haben, die Überwachung habe Aktivitäten teilweise schon vor der Meldung durch Cathedral erkannt und das Unternehmen habe den Zugang noch am selben Tag gesperrt. Die betroffene Software sei bis zur Behebung durch die Anbieter deaktiviert worden.
Der Streit um Datenumfang und Programmregeln
Cathedral habe im Entwurf angegeben, den Datenzugriff auf das notwendige Minimum beschränkt zu haben. Anthropic habe dem entgegengehalten, Cathedral habe nicht alle Aktivitäten nach den Regeln des Programms offengelegt. Die beiden Darstellungen unterscheiden sich damit sowohl beim Umfang der erreichbaren Informationen als auch bei der Einhaltung der Meldevorgaben.