CISA kündigte am 27. Oktober 2026 ScubaGear v2.0 und ScubaGoggles v1.1.0 an. ScubaGear erweitert die Prüfungen für Microsoft 365 unter anderem um eine automatisierte Power-BI-Abdeckung und eine gemeinsame Security-Suite-Baseline. ScubaGoggles erhält neue Kontrollen und Funktionen zur Konfiguration und Sichtbarkeit in Google Workspace.
Im GitHub-Release-Eintrag ist ScubaGear v2.0.0 auf den 22. Oktober 2026 datiert, fünf Tage vor CISA’ Ankündigung. CISA veröffentlichte die Ankündigung am 27. Oktober; der GitHub-Release-Eintrag führt v2.0.0 mit dem früheren Datum.
| Werkzeug | Cloud-Suite | Schwerpunkt des Updates |
| ScubaGear v2.0 | Microsoft 365 | Automatisierte Power-BI-Prüfungen und eine gemeinsame Security-Suite-Baseline |
| ScubaGoggles v1.1.0 | Google Workspace | Neue Baseline und Gemini-Kontrollen sowie eine grafische YAML-Verwaltung und Anbindung an die Google Policy API |
ScubaGear bündelt Microsoft-365-Kontrollen
ScubaGear v2.0 verwendet laut CISA direkte REST-API-Aufrufe für alle unterstützten Microsoft-365-Produkte. CISA zufolge sollen die Prüfungen dadurch schneller und präziser ausfallen. Die neue Security-Suite-Baseline fasst Kontrollen für Defender, Purview, Exchange Online und Teams zusammen.
Für die Verwaltung ergänzt CISA Richtlinien zur Anwendungsverwaltung und eine Schweregradbewertung für riskante Anwendungen. Teams können diese damit nach ihrer Einstufung priorisieren. Die überarbeitete Config UI unterstützt die Migration von Richtlinien, enthält eine integrierte Richtlinienansicht und erleichtert die Navigation durch die Baseline-Dokumentation.
ScubaGoggles verbessert Konfiguration und Einblick
ScubaGoggles v1.1.0 ergänzt eine Baseline mit Assured Controls und erweiterte, auf Gemini ausgerichtete Kontrollen. Die grafische Oberfläche ermöglicht es, YAML-Konfigurationsdateien zu erstellen und zu verwalten; sie bietet außerdem integrierte Validierung und Export.
Die Google Policy API soll nahezu in Echtzeit Einblick in die Konfiguration geben. ScubaGoggles ist laut CISA zudem nicht auf Administrator-Logereignisse angewiesen. Das adressiert Sichtbarkeitsprobleme, die etwa durch kurze Aufbewahrungsfristen für Protokolle oder verborgene Standardeinstellungen entstehen können.
Aktueller ScubaGear-Befehl und Power-BI-Voraussetzungen
CISAs aktuelle Anleitung verwendet Invoke-SCuBA. Für eine Prüfung aller Produkte lautet der Befehl:
Invoke-SCuBA -ProductNames *
Das ältere Skript RunSCuBA.ps1 entfernte CISA bereits mit Version v0.2.0. ScubaGear läuft laut Ausführungsanleitung auf einem Windows-Rechner. Wer das Modul direkt von GitHub herunterlädt, muss es in jeder neuen PowerShell-Sitzung importieren; die Anleitung nennt dafür PowerShell 5.1.
Für eine interaktive Power-BI-Prüfung benötigt das ausführende Benutzerkonto die Rolle Fabric Administrator oder Global Administrator, eine zugewiesene Power-BI- oder Fabric-Lizenz und mindestens eine vorherige Anmeldung am Power-BI-Portal. CISA führt diese Bedingungen in der Dokumentation zu den interaktiven Berechtigungen auf.