Claroty berichtet, dass Forschende mit Claude Sonnet 4.6 bekannte Schwachstellen an einem Danfoss AK-SM 800A im Labor reproduzierten und Root-Zugriff demonstrierten. Der am 13. Oktober 2026 veröffentlichte Bericht beziffert den Test auf rund 28 Minuten und etwa 6 US-Dollar für die KI-Nutzung. Dabei mussten die Forschenden den Agenten beim Authentifizierungs-Bypass korrigieren und mit Ghidra unterstützen. Clarotys Bericht zum Test
Was Claroty mit Claude testete
Claroty setzte Claude Sonnet 4.6 im mittleren Reasoning-Modus über den KI-Codeeditor Cursor ein. Als Ausgangspunkt dienten öffentliche CVE-Kennungen und Schwachstellenklassifizierungen, Firmware von der öffentlichen Danfoss-Website und Analysewerkzeuge.
Zunächst reproduzierte der Agent laut Claroty CVE-2025-41451 und CVE-2025-41452. Bei CVE-2025-41450, einer Schwachstelle zur Umgehung der Authentifizierung, scheiterte er jedoch an der Analyse. Die Forschenden lenkten ihn daraufhin um und stellten eine Ghidra-Integration über das Model Context Protocol (MCP) bereit. Damit analysierten sie gezielt die 67 MB große Hauptanwendungsdatei des Controllers.
Anschließend reproduzierte der Agent laut Claroty den Authentifizierungs-Bypass und kombinierte ihn mit einer Command Injection – dem Einschleusen von Betriebssystembefehlen. So demonstrierten die Forschenden Root-Zugriff auf dem Laborgerät. Claroty beschreibt damit die Reproduktion bereits bekannter Schwachstellen mit menschlicher Anleitung.
Was der Test über den Vorfall in Frankreich aussagt
Zum Angriff auf die Kühlanlagen französischer Supermärkte erklärte Claroty, der genaue Angriffsweg sei unbestätigt. Der Labortest zeigt, was Claude mit Unterstützung von Forschenden an einem AK-SM 800A und anhand bekannter Schwachstellen reproduzieren konnte; er ordnet den tatsächlichen Vorfall keinem bestimmten Angriffsweg zu.
Die Schwachstellen und Danfoss’ Firmware
In einer am 9. August 2026 veröffentlichten Untersuchung beschrieb Claroty beim AK-SM 800A einen verborgenen „Code-of-the-day“-Authentifizierungsweg, eine Command Injection und eine Einschleusung in die Nginx-Konfiguration. Claroty zufolge veröffentlichte Danfoss die Firmware R4.3.1, um die in dieser Untersuchung beschriebenen Schwachstellen zu beheben. Clarotys Untersuchung zum Danfoss-Controller