Am 5. November 2026 eröffnete Taylor Edwards im Claude-Code-Repository ein Issue mit dem Vorwurf, Claude Code habe bei Websuchen die E-Mail-Adresse des angemeldeten Kontos in einem HTTP-User-Agent-Header mitgesendet. Dieser Header beschreibt den Client, der eine Anfrage stellt. Edwards nannte Claude Code 2.1.318, macOS und tmux als eigene Umgebung. Im Issue steht damit ein Nutzerbericht, keine unabhängig bestätigte Feststellung.
Was der Privacy-Mod prüft
Anthropics Dokumentation zu cc-plugin-privacy beschreibt eine eng begrenzte Prüfung: Bei bestimmten Aufrufen über Bash, PowerShell oder Monitor sucht der Mod in der Eingabe nach beidem, der Konto-E-Mail-Adresse und einem erkannten User-Agent-Hinweis. Es handelt sich um einen Abgleich bestimmter Textbestandteile, nicht um eine allgemeine Prüfung aller ausgehenden Daten. Anthropics Mod-Dokumentation beschreibt auch weitere Formen, die der Check verpassen kann, etwa zur Laufzeit erzeugte Werte, Variablen, Dateien oder nicht erkannte Header-Varianten.
Eine Versionsnummer allein sagt nicht, welche Arten von Aufrufen ein Schutzmechanismus tatsächlich prüft.
WebSearch und MCP sind ausgenommen
Die Dokumentation sagt ausdrücklich, dass der Mod Aufrufe über WebFetch, WebSearch und MCP nicht prüft. Gerade WebSearch ist damit nicht von der beschriebenen Kontrolle erfasst, obwohl Edwards den behaupteten Vorfall mit Websuchen in Verbindung brachte.
Was die Versionsangaben aussagen
Am 5. November 2026 erklärte die Claude-Code-Repository-Mitwirkende Alice T’Poteat, cc-plugin-privacy sei ab Version 2.1.317 enthalten, standardmäßig aktiviert und über /plugins abschaltbar. Edwards gab für den eigenen Bericht Version 2.1.318 an. T’Poteats Kommentar beschreibt die Version und den Standardstatus des Mods; die konkrete Umgebung im Issue ist Edwards’ eigene Angabe.