Anfang Oktober 2026 wurde eine separate Abfrage in Claude gemeldet: Nutzer sollen der Verwendung von Audioaufnahmen und Sprachchats zur Verbesserung von Anthropics KI-Modellen zustimmen können. Die Auswahl soll Zustimmung oder Aufschub anbieten; in der berichteten Oberfläche war die zugehörige Option ausgeschaltet.
Was die gemeldete Abfrage erlauben soll
Die beschriebene Einwilligung betrifft Audioaufnahmen und Sprachchat-Daten aus Sitzungen, die in der Einstellung als zugelassen bezeichnet werden. Anthropic soll diese Daten damit zur Verbesserung seiner Modelle verwenden dürfen. Es geht also um Anthropics Modellverbesserung, nicht um eine Funktion, mit der Nutzer Claude selbst trainieren oder feinabstimmen.
Eine getrennte Wahl für Sprache, Chats und Code
Die Sprachdaten-Option soll laut Bericht getrennt von der bestehenden Einstellung für Chats und Coding-Sitzungen sein. Anthropic erklärt, dass solche Chats und Sitzungen unter bestimmten Bedingungen zur Modellverbesserung genutzt werden können: wenn Nutzer zustimmen, in bestimmten Fällen einer Sicherheitsprüfung oder nach einer weiteren ausdrücklichen Einwilligung.
Voice Mode ist nicht die mobile Diktierfunktion
Anthropic beschreibt Voice Mode als gesprochenes Gespräch in beide Richtungen. Texttranskripte dieser Unterhaltungen werden im Chatverlauf gespeichert.
Die mobile Diktierfunktion hat einen anderen Zweck: Sie wandelt Sprache in Text um. Anthropic erklärt, dass die Audioaufnahme nach dieser Umwandlung gelöscht und die Stimme im Rahmen der Diktierfunktion nicht zum Training der Modelle verwendet wird. Für transkribierten Text gelten die Einstellungen für Chats.
Änderungen an der gemeldeten Einstellung
Nutzer sollen die Sprachdaten-Option den Berichten zufolge später in den Einstellungen ausschalten oder Sprachdaten dort löschen können.