Am 30. Oktober 2026 schrieb der Sicherheitsforscher Costin Raiu, eine neue Runde von Apple-Bedrohungsmitteilungen werde gerade verschickt. In seinem Beitrag gab er Apples Mitteilung wieder: Die Warnungen beträfen gezielt ausgewählte Nutzer in 99 Ländern. Raiu bezeichnete die Runde als getrennt von der August-Welle und mit neuen Angriffen verbunden.

Was Apples Mitteilung zur Oktober-Runde besagt

Die Zahl von 99 Ländern bezog sich auf diese Runde. In derselben Mitteilung nannte Apple laut Raiu mehr als 150 Länder, in denen Nutzer insgesamt benachrichtigt worden seien. Das ist eine kumulierte Zahl, nicht die Reichweite der Oktober-Runde. Apple ordnete die Angriffe laut der wiedergegebenen Mitteilung weder bestimmten Angreifern noch Regionen zu.

Was eine Apple-Bedrohungsmitteilung bedeutet

iPhone-Sperrbildschirm mit einer Apple-Bedrohungsmitteilung und einem roten Warnsymbol.

Apple beschreibt solche Mitteilungen als Warnungen für Nutzer, die möglicherweise gezielt von Söldner-Spyware angegriffen wurden. Eine Benachrichtigung allein ist kein Nachweis, dass das iPhone erfolgreich kompromittiert wurde. Apple erläutert den Zweck der Warnungen in seiner Support-Information zu Bedrohungsmitteilungen.

Laut einem Bericht von Gizmodo können die Mitteilungen auf dem Sperrbildschirm und in den Einstellungen erscheinen, außerdem per E-Mail oder auf der Apple-Account-Seite. Welche Anzeige verfügbar ist, kann je nach Gerätemodell und Softwareversion variieren.

Was über Warnungen in Deutschland berichtet wurde

Am 4. November berichtete BGR, Digitalminister Karsten Wildberger habe bestätigt, dass Mitglieder der Bundesregierung und des Bundestags Apple-Warnungen erhalten hätten. Dem Bericht zufolge riet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) den Empfängern vorsorglich, von einem erfolgreichen Angriff auszugehen. Dieser Rat ist eine Vorsichtsmaßnahme, kein individueller forensischer Befund.

Welche Schutzmaßnahmen genannt werden

BGR zufolge empfiehlt Apple, die Gerätesoftware aktuell zu halten und den Blockierungsmodus zu nutzen. Auf dem iPhone ist dieser Modus dem Bericht zufolge ab iOS 16 verfügbar; der Pfad lautet Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Blockierungsmodus. Er schränkt unter anderem die meisten Nachrichtenanhänge und einige Webtechnologien ein. Wer gezielt angegriffen wurde, kann sich laut BGR außerdem an die Digital Security Helpline von Access Now wenden.