Anfang Oktober 2026 sagte ein Sprecher des dänischen Ministeriums laut Medienberichten, es gebe keine Pläne, den Collabora-Office-Pilot fortzusetzen. Der Versuch betraf rund 38 Beschäftigte eines Ministeriums und war keine landesweite Ablösung von Microsoft Office.

Was Dänemark mit Collabora Office testete

Der Pilot prüfte Collabora Office, das auf LibreOffice basiert, zusammen mit cBrains Verwaltungsplattform F2. Collabora zufolge konnten die Beschäftigten zwischen Collabora Office und Microsoft Office wechseln, während die Dokumente in F2 blieben und Microsoft-kompatible Formate nutzten. Medienberichte beziffern die Teilnehmerzahl auf 38; Collabora sprach von rund 40 Beschäftigten.

Welche Probleme gemeldet wurden

Berichte nannten Schwierigkeiten mit Formatvorlagen, Absatzformatierung, unerwarteten leeren Seiten und der Änderungsverfolgung. Collabora erklärte am 28. Oktober, das Unternehmen habe gemeldete Probleme untersucht und die entsprechenden Tickets behoben. Eine abschließende Eignungsprüfung des Pilotprojekts sei jedoch nicht abgeschlossen worden, so Collabora.

Warum der Pilot unterbrochen wurde

Collabora führte die Unterbrechung auf die Regierungsumbildung im Juni 2026 zurück, bei der das Digitalisierungsministerium seinen Status als eigenständiges Ministerium verlor. Das Unternehmen erklärte, der Pilot sei vor der geplanten abschließenden Bewertung pausiert worden.

Die Berichte ordnen das Ende zeitlich unterschiedlich ein: Ein Medienbericht verortete es im Frühjahr 2026, während Collabora und ein weiterer Bericht eine Pause im Juni beschrieben. Auch die politische Verantwortung wurde unterschiedlich dargestellt. Die frühere Digitalisierungsministerin Caroline Stage bestritt, das Projekt aufgegeben zu haben; die amtierende Ministerin Christina Egelund schrieb der vorherigen Regierung zu, es nicht fortgeführt zu haben.