Das Ende des Pufferns beim Video-Streaming: Künstliche Intelligenz optimiert das Streaming
Pensieve

Das Puffern ist ein technisches Detail, das wir gelernt haben zu tolerieren, das wir aber im Grunde hassen. Egal wie schnell die Verbindung, die Software oder das Gerät ist, das Video-Streaming findet immer einen Weg, sich zu verschlucken und die Erfahrung zu ruinieren. Die wichtigsten Dienste setzen adaptive Bitraten-Mechanismen ein, um das zu kompensieren, aber am MIT hat man eine umfassendere Vision. Das Projekt heißt Pensieve und zielt darauf ab, optimale Algorithmen für dynamische Bitraten mit Hilfe eines neuronalen Netzes einzusetzen.

Das Streaming auf YouTube ist für mich eine wahre Lotterie. In den meisten Fällen wählt es 480p, obwohl die Verbindung problemlos einen Stream mit 720p oder 1080p empfangen kann, und manchmal bietet es sogar 240p ohne Grund an. Leider wird es beim Puffern nicht besser, und das sehen wir alle so. Die Leistung ist zu unregelmäßig, und was die Pausen angeht – nun, sagen wir, sie fordern unsere Geduld heraus. Der Punkt ist, dass wir mehr vom Streaming verlangen: bessere Qualität, mehr Flüssigkeit und eine überlegene Intelligenz bei der dynamischen Anpassung. Ehrlich gesagt wären wir schon mit einem viel effizienteren und konsistenteren Puffern zufrieden. Hier kommen wir ins Spiel: das MIT und sein Projekt Pensieve.

Pensieve: Künstliche Intelligenz für das Streaming

Technisch gesehen ist Pensieve ein weiteres System für adaptives Bitrate-Streaming, aber der Unterschied ist, dass es seine Entscheidungen auf „maschinelles Lernen“ stützt. Laut der Studie trainiert Pensieve ein neuronales Netzwerk, das die Bitraten zukünftiger „Segmente“ eines Videos wählt, basierend auf Beobachtungen aus den Playern und der Leistung früherer Auswahlen. Die Genauigkeit von Pensieve hängt von der Menge des Materials ab, dem es ausgesetzt ist. Die Forscher bereiteten ihr System mit einem Äquivalent von einem Monat Video vor und erreichten bereits eine Reduzierung des Pufferns zwischen 10 und 30 Prozent.

Die Forscher werden ihre vollständige Arbeit am 21. August auf der SIGCOMM-Konferenz vorstellen, und es scheint, dass sie Pensieve als Open-Source-Software veröffentlichen werden. Das sollte seine Flexibilität erheblich erweitern und die Möglichkeit bieten, zusätzliche Optimierungen einzuführen.

Offizielle Ankündigung:

Zugang zur Studie (PDF):