Wir verlassen uns immer mehr auf die Cloud, um Dateien zu speichern und zu sichern, und das bedeutet, dass wir in manchen Fällen einen zusätzlichen Schutz benötigen. Das Speichern unserer Inhalte in einem ZIP mit Passwort ist ein ausgezeichneter erster Schritt, aber wenn du an eine robustere Option denkst, möchtest du vielleicht Dateien über die Befehlszeile verschlüsseln – mit dem Open-Source-Tool Kryptor.
Dropbox bietet 2 GB Online-Speicher für kostenlose Konten. Google Drive erhöht diese Kapazität auf beachtliche 15 GB. OneDrive bietet 5 GB für neue Benutzer, aber diejenigen mit älteren Profilen haben 25 GB zur Verfügung. Es gibt sehr gute Gründe, diesen Online-Speicher zu nutzen, aber gleichzeitig müssen wir vorsichtig sein. Schließlich könnte ein Leck einen Großteil unseres digitalen Lebens offenlegen.
Was können wir tun, um das zu vermeiden? Eine solide Verteidigungslinie ist die Dateiverschlüsselung. Die direkte Synchronisierung unserer Inhalte bedeutet Komfort und Bequemlichkeit, aber durch das Verschlüsseln von Dateien fügen wir eine zusätzliche Schutzschicht hinzu, die mehr als einen Angreifer abschrecken sollte. Das Internet bietet allerlei Werkzeuge dafür, und heute erkunden wir eines, das kostenlos, tragbar, Open Source und offline ist: Kryptor.
Dateien mit Kryptor verschlüsseln
Das Einzige, was Kryptor verlangt, ist, es über die Befehlszeile auszuführen. Frühere Versionen hatten eine GUI, aber der Entwickler scheint sich auf die CLI-Version konzentriert zu haben, um die Sicherheit zu verbessern. Zum Glück gibt es keinen Grund zur Sorge: Kryptor ist sehr einfach zu beherrschen, sobald wir seine Modi kennen.
Zum Verschlüsseln eines Ordners samt Inhalt genügt der Befehl kryptor -e -p “nombredearchivoocarpeta”. Kryptor empfiehlt, Pfade zu Dateien und Ordnern mit Leerzeichen in Anführungszeichen zu setzen, um Verwirrung zu vermeiden. Außerdem verfügt es über einen automatischen Backup-Generator, damit verschlüsselte Dateien die Originale nicht überschreiben (das kann mit der Option -o erzwungen werden, aber ich empfehle es nicht).
Die Eingabe des Passworts zum Verschlüsseln von Dateien und Ordnern erfolgt interaktiv. Dabei wird der UNIX-Stil verwendet, sodass du weder das Passwort noch die Bestätigung beim Tippen siehst. Zum Entschlüsseln von Dateien lautet der Befehl leicht geändert kryptor -d -p “nombredearchivoocarpeta”, immer ohne zu überschreiben (verschlüsselte und geöffnete Dateien teilen sich denselben Ordner).
Kryptor bietet zusätzliche Funktionen zum Erzeugen öffentlicher und privater Schlüssel, zur Verwendung von Keyfiles und zum Verschlüsseln der Dateinamen während des Prozesses. Wenn dich aber nur das Verschlüsseln von Dateien über die Befehlszeile interessiert, musst du nichts weiter tun. Kryptor wurde kürzlich aktualisiert, und seine Website bietet eine umfangreiche Dokumentation, die du bei Fragen genauer studieren solltest. Probier es aus!
Offizielle Website und Download: Hier klicken