Im Juli 2026 beauftragte die niederländische ICBR drei staatliche IT-Dienstleister mit der Entwicklung eines standardisierten, digital souveräneren Arbeitsplatzes für die Zentralverwaltung. DAWO ist ein modularer digitaler Arbeitsplatz für die niederländische Regierung; zu seinen Bausteinen gehört DAWO-NixOS.

Die Niederlande entwickeln einen souveräneren digitalen Arbeitsplatz

Die ICBR beauftragte DICTU, SSC-ICT und DUO-ICT mit der Entwicklung des Arbeitsplatzes. Zu den vorgesehenen Arbeitsfeldern gehören der Austausch von Dateien zwischen Behörden, eine souveräne E-Mail-Alternative und weitere Arbeitsplatzdienste. Die beteiligten Anbieter nennen als Ziel, die Abhängigkeit von wenigen großen Technologieanbietern zu verringern.

DAWO und die Rolle von NixOS

DAWO steht für „Digitaal Autonome Werkomgeving Overheid“ und bezeichnet einen modularen, von einer Gemeinschaft getragenen digitalen Arbeitsplatz für die niederländische Regierung. Das Projekt führt DAWO-NixOS und Installationsbausteine für einen reproduzierbaren Arbeitsplatz auf. Weitere Bausteine betreffen Cloud, Zusammenarbeit und KI. Die einzelnen Komponenten lassen sich getrennt prüfen und austauschen.

Kommunale Erprobung mit Linux und MijnBureau

Unabhängig vom Auftrag für die Zentralverwaltung kündigte der Verband niederländischer Gemeinden (VNG) am 2. April 2026 eine praktische Erprobung in ’s-Hertogenbosch, Zaanstad, Ede und Amsterdam an. Die Gemeinden sollten einen Linux-Arbeitsplatz mit MijnBureau testen. Die Erprobung ist bis Ende 2026 angesetzt und soll Nutzererfahrungen sammeln sowie die Eignung des Arbeitsplatzes für die Verwaltung prüfen.

Das Innenministerium BZK entwickelt MijnBureau als offene Zusammenarbeitsumgebung; zu den Komponenten gehört Nextcloud.