Es gibt Gelegenheiten, in denen wir gerne eine exakte Kopie unserer Hauptumgebung hätten, geöffnet in einem Virtualisierer wie VirtualBox. Abgesehen von einigen technischen Unterschieden würden wir damit sehr niedrige Einstellungen (die gewisse Risiken bergen), Updates, Beta-Software und vieles mehr testen können. Anstatt die gesamte Umgebung manuell nachzubilden, hilft uns das Tool Disk2vhd dabei, Partitionen physischer Festplatten im VHD- oder VHDX-Format zu speichern.
Eine Kopie von Windows in VirtualBox zu installieren ist sehr einfach. Wir legen die technischen Parameter der Umgebung fest (z. B. Arbeitsspeicher und Beschleunigungsmodi), laden das ISO-Image und warten, bis es fertig ist. VirtualBox reduziert die Treiberinstallation auf ein paar Klicks (dank seiner Guest Additions), und der Rest ist eine Frage des Hinzufügens aller notwendigen Programme.
Allerdings ist es eine Sache, von Null zu beginnen, und eine andere, mit einem vollständig „ausgestatteten“ Betriebssystem zu arbeiten, sozusagen. Wenn das Ziel tatsächlich darin besteht, einen Klon unserer Hauptumgebung auf einen kompatiblen Virtualisierer zu übertragen, müssen wir die Hilfe eines externen Tools wie Disk2vhd in Anspruch nehmen.
Virtualisierung von Windows
Disk2vhd ist ein offizielles Programm von Microsoft und gehört zur bekannten Sysinternals-Abteilung von Mark Russinovich, die Perlen wie Autoruns und Process Explorer beherbergt. Die Benutzeroberfläche bietet keine erweiterten Optionen außer der Aktivierung der VHDX-Unterstützung (für Images, die mehr als zwei Terabyte umfassen) oder der Verwendung von Volume Shadow Copy.
Im Allgemeinen reicht es aus, das Laufwerk auszuwählen, das das Betriebssystem enthält, sowie die Partition „reserviert für das System“. Disk2vhd berechnet den tatsächlichen Speicherplatz, den das Image benötigen wird, wobei die endgültige Geschwindigkeit des gesamten Prozesses davon abhängt, wie schnell unsere Laufwerke sind.
Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass VHD-Images keinerlei spätere Konvertierung erfordern. VirtualBox liest sie wie eine normale Festplatte, ohne Schwierigkeiten. Beim ersten Laden der Umgebung im Virtualisierer benötigt Windows 10 einen Moment, um sich anzupassen, und es ist wahrscheinlich, dass einige frühere Windows-Versionen einen blauen Bildschirm anzeigen (Hardware-Treiber, die nicht mehr vorhanden sind usw.), aber bei unseren Tests funktionierte alles sehr gut (und das, obwohl das Programm bereits einige Jahre alt ist).
Offizielle Website und Download:
https://old.neoteo.com/maquinas-virtuales-linux/