Jedes Elektronikprojekt kann mit etwas Geduld gelingen, aber das Ergebnis ist noch besser, wenn wir es täglich nutzen. Die drahtlose Wetteruhr ist ein ausgezeichneter Kandidat, und das Beste daran ist, dass sie leicht verfügbare Komponenten verwendet. Gleichzeitig macht sie ihr DIY-Charakter sehr flexibel, sodass wir ein Gehäuse drucken oder es aus allem, was wir zu Hause haben, fertigen können.
Und noch einmal, für alle, die Zweifel haben: Dein erstes Elektronikprojekt muss weder Angst machen noch einschüchternd sein. Das gilt auch für alle Projekte auf Basis von Arduino und kompatiblen Klonen. Natürlich ist es nie eine gute Idee, müde, gestresst oder aus anderen Gründen frustriert zu arbeiten (besonders wenn ein heißer Lötkolben im Spiel ist), aber es gibt immer etwas Einfaches als Ausgangspunkt, einen kleinen Sieg, der dich nach mehr verlangen lässt.
Die PC-Lautstärkeregelung, die ich zuvor gezeigt habe, ist ein solides Beispiel: Mit den richtigen Komponenten muss man nicht einmal löten. Was kommt als Nächstes? Heute möchte ich diese drahtlose Wetteruhr vorstellen, die der Kanal The Wrench auf YouTube und das Instructables-Portal veröffentlicht hat. Insgesamt werden nur fünf Teile benötigt (zwei davon optional) und ein wenig Arduino-Code, der nur minimale Änderungen erfordert.
Baue deine eigene WLAN-Wetteruhr
Das Gehirn dieser Uhr ist ein Wemos D1 Mini, aber du kannst auch jeden kompatiblen Klon auf Basis des unerschöpflichen ESP8266 verwenden (10 Euro das Paar bei Amazon). Das Display ist eigentlich ein LCD mit 1,54 Zoll und einer Auflösung von 240x240 Pixeln, obwohl ich mir vorstellen kann, dass man mit anderen Einstellungen auch ein E-Paper-Modul verwenden könnte. Die letzten drei Komponenten sind ein Breadboard für den ersten Prototyp, ein Lademodul und ein Lithium-Akku. Das Breadboard ist optional, ebenso wie das Ladegerät, denn nichts spricht dagegen, so etwas wie einen 18650-Halter zu verwenden und den Akku manuell gegen einen geladenen auszutauschen. Die Schaltung ist sehr einfach nachzubauen.
Was den Arduino-Code betrifft, sind vier Änderungen nötig: SSID und Passwort des WLAN-Netzwerks, mit dem sich die Uhr verbindet, API-Schlüssel und Host bei weatherapi.com (kostenlos), einen passenden NTP-Server für deine Region sowie deinen geschätzten Standort in Längen- und Breitengrad. Natürlich erfordert das Flashen des Codes eine bereits konfigurierte Kopie der Arduino-IDE und die Dateien für den ESP8266.
Die letzte Phase ist die Erstellung des Gehäuses, aber wenn du keinen Zugang zu einem 3D-Drucker hast, nimm einfach eine beliebige andere Box oder ein Modul, das die Komponenten aufnehmen kann. Eigentlich bist du auch dazu nicht verpflichtet: Es ist schon ein fantastisches Ergebnis, wenn die Uhr auf dem Breadboard funktioniert. Worauf wartest du? Diese Wetteruhr wird auf deinem Schreibtisch großartig aussehen.
Quellen: YouTube, Instructables