Dyson hat mit der Nurovi-Reihe drei Saugroboter für klar unterschiedliche Reinigungsaufgaben vorgestellt. Der R1 Nurovi Dry saugt ausschließlich trocken, der R2 Nurovi Wash+Dry wischt zusätzlich und der R3 Nurovi Spot+Scrub UV ergänzt die Nassreinigung um UV-gestützte Fleckerkennung. In Deutschland nennt Dyson für den R1 einen Preis von 549,00 €.

Dyson Nurovi: drei Roboter, drei Aufgaben

Die Modellnamen sind hier erfreulich selbsterklärend. Der R1 richtet sich an Haushalte, die einen automatisierten Staubsauger ohne Nassreinigung suchen. Der R2 übernimmt Saugen und Wischen. Der R3 ist das aufwendigste Modell der Reihe und verbindet beides mit einer Erkennung von Flecken und Rückständen.

ModellHauptaufgabeNassreinigungAngegebene Saugleistung
Dyson R1 Nurovi DryTrockenes SaugenKeine21.000 Pa im Powerful-Modus
Dyson R2 Nurovi Wash+DrySaugen und WischenZwei dreieckige Reinigungsflächen21.000 Pa, berichtet
Dyson R3 Nurovi Spot+Scrub UVSaugen, Wischen und FleckerkennungSelbstreinigende Nasswalze30.000 Pa

Dyson R1 Nurovi Dry: der reine Saugroboter

Der R1 konzentriert sich auf trockenen Schmutz. Dyson kombiniert einen Hochgeschwindigkeits-LiDAR-Sensor mit Linienlasern und Kanten-Sensoren zur Navigation. Das Twin-Capture-System soll groben Schmutz getrennt vom Luftstrom für Feinstaub erfassen. Eine Anti-Verhedderungs-Bürste und ein ausfahrbarer Seitenbesen sollen dabei auch die Randbereiche erreichen.

Dyson nennt für den R1 bis zu 120 Minuten Laufzeit, 21.000 Pa im Powerful-Modus und eine Höhe von 9,7 Zentimetern. Der Roboter misst 35,3 × 35,3 × 9,7 Zentimeter und wiegt 3,4 Kilogramm. Seine selbstentleerende Zyklon-Station soll trockenen Schmutz für bis zu 90 Tage aufnehmen; die Ladezeit beträgt laut Dyson 6,5 Stunden.

Der R1 Nurovi Dry kostet in Deutschland 549,00 €. Damit ist er innerhalb der Reihe das Modell für alle, die auf Wischen und Fleckerkennung verzichten können.

Dyson R2 Nurovi Wash+Dry: Saugen plus Wischen

Der R2 ergänzt die Trockenreinigung um eine Nassfunktion. Statt klassischer runder Wischpads setzt Dyson auf zwei Pads mit Reuleaux-Dreiecksform. Diese Geometrie soll den ungewischten Bereich in der Mitte zwischen runden Pads verkleinern. Auch der R2 verwendet das Twin-Capture-System.

Für den R2 werden 21.000 Pa Saugleistung genannt. Seine Station arbeitet mit acht Zyklonen und soll bis zu 90 Tage Schmutz aufnehmen. Dyson beschreibt außerdem eine Pad-Reinigung mit bis zu 75 °C heißem Wasser und eine Trocknung mit bis zu 45 °C warmer Luft.

Dyson R3 Nurovi Spot+Scrub UV: Flecken erkennen und nacharbeiten

Der R3 ist das technisch umfangreichste Modell der Reihe. Er kombiniert eine selbstreinigende Nasswalze, eine zwölfstufige Befeuchtung und einen Anti-Verhedderungs-Bürstenkopf. Hinzu kommen ein KI-gestützter Fleckenscanner und eine UV-Prüfung zwischen den Reinigungsvorgängen.

Dyson gibt an, dass der R3 nahezu 200 Flüssigkeiten, Flecken und Objekte erkennen kann. Bei schwierigen Flecken soll er bis zu 15 Reinigungsdurchgänge ausführen. Diese Angaben beschreiben Dysons Produktfunktionen und sind keine unabhängig ermittelten Reinigungsergebnisse.

Für den R3 nennt Dyson 30.000 Pa Saugleistung und bis zu 200 Minuten Laufzeit. Das Gerät misst 37,3 × 36,8 × 10,9 Zentimeter, ist 10,9 Zentimeter hoch und wiegt 6,6 Kilogramm. Die Station soll bis zu 100 Tage trockenen Schmutz aufnehmen. Für die Nassreinigung nennt Dyson 70 °C heißes Wasser und Trocknungsluft mit bis zu 55 °C; die Ladezeit beträgt 3 Stunden.

LiDAR, Twin-Capture und die Fleckenprüfung

LiDAR steht für eine Entfernungsmessung mit Lichtimpulsen. Der Saugroboter erstellt damit ein räumliches Bild seiner Umgebung und kann seine Fahrwege planen. Bei den Nurovi-Modellen gehört diese Navigation zum gemeinsamen technischen Fundament der Reihe.

Das Twin-Capture-System ist Dysons Ansatz für die trockene Schmutzaufnahme bei R1 und R2. Grobe Partikel und der Luftstrom für Feinstaub werden dabei in getrennten Bereichen geführt. Der R3 setzt zusätzlich auf eine Nasswalze: Sie soll während der Reinigung selbst gesäubert werden, statt Schmutz einfach über die nächste Bodenfläche zu verteilen.

Die UV-Funktion des R3 hat eine besondere Aufgabe. Dyson beschreibt, dass der Roboter nach einem Reinigungsdurchgang erneut prüft, ob ein erkannter Fleck noch vorhanden ist. So soll das Gerät die Reinigung an schwierigen Stellen wiederholen können, statt lediglich eine feste Route abzufahren.

Was die drei Modelle für die Auswahl bedeuten

Wer ausschließlich Staub, Krümel und Tierhaare aufnehmen lassen möchte, findet im R1 das passendste Konzept. Dyson nennt für R1 und R3 Anti-Verhedderungs-Bürsten für Tierhaare; eine unabhängige Prüfung der tatsächlichen Tierhaarleistung liegt damit nicht vor.

Der R2 ist die mittlere Lösung für Haushalte, in denen Saugen und Wischen in einem Durchgang wichtig sind. Seine dreieckigen Pads bilden den auffälligsten Unterschied zu herkömmlichen runden Wischflächen. Der R3 richtet sich an Nutzer, die zusätzlich eine Nasswalze, automatische Nacharbeit an Flecken und die UV-Prüfung möchten.

Ein belastbarer Vergleich der Reinigungsleistung zwischen R1, R2 und R3 ist mit den Produktangaben allein nicht möglich. Fest steht aber, wie Dyson die Reihe positioniert: Der R1 übernimmt die Trockenreinigung, der R2 fügt das Wischen hinzu und der R3 erweitert dieses Konzept um Fleckenscanner, UV-Prüfung und eine selbstreinigende Walze.

Dyson nennt für den R3 außerdem eine Station mit bis zu 100 Tagen Schmutzaufnahme und für den R1 eine Station mit bis zu 90 Tagen Kapazität. Die tatsächliche Dauer hängt vom Nutzungsverhalten ab.