Steganographie ist nicht neu. Wir haben bereits Werkzeuge vorgestellt, mit denen sich Text in Bildern verstecken lässt. Diesmal geht es jedoch nicht um Sicherheit, sondern um ein effizienteres Webhosting. Genau darum geht es bei Web2Img, einem Experiment, das es ermöglicht, eine komplette Webseite in einem Bild zu verstecken. Mit Web2Img kann man Dienste wie Imgur und direkte Alternativen nutzen, um die Bandbreitenkosten auf kostenlose Plattformen zu verlagern.
Auch wenn es viele kostenlose Webhosting-Dienste gibt, haben alle spezifische Grenzen, die früher oder später die Entwicklung jeder Seite beeinträchtigen. Self-Hosting ist eine Alternative, aber nicht jeder ist bereit, diesen Weg zu gehen. Können wir also effizienter sein?
Eine Möglichkeit ist, unsere Seiten mit kostenlosen Plattformen zu verflechten, die sich auf bestimmte Inhalte konzentrieren. Imgur ist zum Beispiel kostenlos für Bilder, und man kann die soziale Komponente ignorieren, wenn man möchte. Der Schlüssel ist, eine komplette Webseite in einem Bild zu verstecken – und genau das macht Web2Img.
Web2Img: Webseiten in Bildern verstecken
Web2Img ist ein Experiment von EtherDream auf GitHub. Über die Hauptseite lassen sich alle Dateien deiner Website in einem einzigen Bild integrieren, um sie später mit Hilfe eines Service Workers zur Laufzeit zu extrahieren. Das Endergebnis ist für den Besucher völlig transparent. Die Seite lädt normal, aber das Haupt-Hosting speichert nur ein paar Dateien. Der schwerste Teil ist im Bild gespeichert.
Der Prozess läuft in drei Schritten ab: Zuerst lädst du die Dateien hoch und erhältst ein Bild. Dann speicherst du eine Kopie bei Imgur oder einem ähnlichen Dienst. Der dritte Schritt besteht darin, die Bild-URL einzufügen, um das passende Skript zu generieren. Die Dateien, die du auf deinem Haupt-Hosting speicherst, sind zwei: 404.html (vereinfacht jede Interception) und das Skript selbst, x.js. Das Video zeigt einen Nintendo-Emulator als Demo, aber der Inhaltstyp scheint hier nicht die Grenze zu sein.
Die Einschränkungen finden sich in den FAQ: JavaScript muss aktiviert sein, der Browser muss Service Worker unterstützen, nicht alle Content-Distribution-Netzwerke funktionieren (CORS, leerer Referrer und null Ursprung sind erforderlich)... und das kann über Nacht in die Luft fliegen. Möchtest du trotzdem mit Web2Img spielen? Klicke weiter unten.
Offizielle Website: Hier klicken