Die Arkansas Democrat-Gazette berichtet, dass Entergy Arkansas am Montag einen geänderten Antrag bei der Arkansas Public Service Commission eingereicht hat. Für Googles Rechenzentrum in West Memphis soll die Änderung eine höhere maximale Stromnachfrage und einen schnelleren Hochlauf ermöglichen. Als zusätzliche Ressourcen sind zwei Batteriespeicher vorgesehen.

Was sich gegenüber dem bisherigen Plan ändern soll

Der frühere Plan sah vor, dass Google ab 2027 Strom bezieht und die Nachfrage bis 2029 auf höchstens 600 MW steigt. Entergys geänderter Antrag zielt laut Arkansas Democrat-Gazette auf eine höhere Obergrenze und einen schnelleren Anstieg. Wie hoch die neue maximale Nachfrage sein soll und in welchem Zeitplan sie erreicht würde, wird im Bericht nicht beziffert.

Ein Megawatt (MW) misst Leistung, hier also die elektrische Last des Rechenzentrums zu einem bestimmten Zeitpunkt. Für Versorger ist neben der maximalen Last auch wichtig, wie schnell sie ansteigt: Erzeugung und Netzkapazität müssen mit dem geplanten Bedarf Schritt halten.

Zwei geplante Batteriespeicher

Die Arkansas Democrat-Gazette nennt Driver BESS und Jones Mill BESS als geplante Netzressourcen für den beschleunigten Lastanstieg. Die Projekte unterscheiden sich in Leistung, Kosten und Standort:

ProjektLeistungBerichtete geplante KostenStandort
Driver BESS250 MW389,4 Millionen US-DollarMississippi County
Jones Mill BESS100 MW161,2 Millionen US-DollarHot Springs

Entergys Vizepräsidentin für Geschäftsabläufe und Strategie, Kristin Dalrymple, beschrieb die vorgesehenen Ressourcen als zusätzliche Netzkapazität, die den schnelleren Anstieg und den höheren Gesamtbedarf unterstützen soll. Die beiden Speicher sind Teil des Vorschlags, keine bereits in Betrieb befindlichen Anlagen.

Big Island Solar und vertrauliche Vertragsdetails

Der geänderte Vertrag umfasst laut Arkansas Democrat-Gazette außerdem Big Island Solar, ein geplantes Solarprojekt mit 440 MW in Mississippi County. Die Arkansas Public Service Commission hatte zuvor Entergys Antrag auf einen Stromabnahmevertrag für das Projekt abgelehnt. Entergy beantragte noch im selben Monat eine Aufhebung dieser Entscheidung.

Die Zeitung berichtet, dass der Antrag zahlreiche Schwärzungen enthält. Entergy führte darin an, Google habe die vertrauliche Behandlung wettbewerbssensibler Angaben beantragt. Dazu zählen Googles Beiträge zu den Batteriespeichern und zur Übertragungsinfrastruktur, Einzelheiten zur Tarifberechnung und eine mögliche Kündigungsgebühr.

Frühere Verfahren rund um das Projekt

Eine am 29. Januar 2026 veröffentlichte Analyse von Blackburne Research ordnet vier frühere Verfahren ein: Docket 25-055-P betrifft den Sondertarifvertrag, 25-054-U Cypress Solar, 25-047-U das Jefferson Power Station und 26-001-U Entergys allgemeines Tarifverfahren. Die Analyse beschreibt das allgemeine Tarifverfahren als Forum, in dem sich die Auswirkungen auf die Endkundentarife betrachten lassen. Diese Einordnung stammt aus der Analyse, nicht aus einem Beschluss der Arkansas Public Service Commission.