Die Europäische Kommission unterstützt in ihrer am 20. Oktober 2026 vorgestellten Arktisstrategie das geplante Pan-Arctic Cable: eine direkte Unterseekabelverbindung zwischen Grönland und Europa. Die Strategie führt das Vorhaben als Leitprojekt für eine sichere und widerstandsfähige arktische Kommunikation auf.
Was die EU konkret unterstützt
Das Kabel soll Grönland direkt mit Europa verbinden. Ein Seekabel überträgt Daten zwischen Landnetzen durch Glasfasern auf dem Meeresboden. Die EU-Strategie stellt die geplante Verbindung in den Zusammenhang sicherer und widerstandsfähiger Infrastruktur.
Wer das Kabel entwickeln soll
Laut Submarine Networks unterzeichneten sechs Organisationen Anfang 2025 eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung des Pan-Arctic Cable System (PACS): Cinia Oy, NORDUnet A/S, Tusass A/S, Dutch Subsea Cable Coalition, GlobalConnect AB und Tampnet AS. Submarine Networks beschreibt PACS als ein Projekt von europäischem Interesse, das über CEF Digital kofinanziert wird.
Welche Erweiterungen im Gespräch sind
Die Kommissionsstrategie nennt mögliche spätere Erweiterungen in Richtung Kanada und Japan. Ars Technica berichtet darüber hinaus von einer möglichen Verlängerung über Kanada bis nach Südkorea. Diese Ziele gehören zu möglichen späteren Ausbaustufen, während die Strategie die direkte Verbindung zwischen Grönland und Europa als Kern des Vorhabens beschreibt.
Weitere Arktismaßnahmen der EU
Die Strategie sieht einen Arctic Cable Hub vor, der Unterseekabel im Nordatlantik und in der Arktis überwachen, schützen und Reparaturen unterstützen soll. Daneben führt sie den Ausbau europäischer Eisbrecherkapazitäten als eigenes Leitprojekt auf.
IRIS² Arctic Connectivity ist eine separate Initiative für Satellitenkommunikation staatlicher Stellen. Die Strategie behandelt sie getrennt vom geplanten Unterseekabel.