Große Veränderungen stehen für Firefox bevor. Alle Zeichen deuten auf das Build 57, das laut offizieller Ankündigung von Mozilla in Firefox Quantum umbenannt wird. Dieser neue Browser ist doppelt so schnell wie Firefox 52 und kann Google Chrome bei zahlreichen Geschwindigkeitstests schlagen. Gleichzeitig bringt er die Photon-Oberfläche, Verbesserungen bei der Nutzung mehrerer Kerne und Threads, einen geringeren RAM-Verbrauch und über 450 Korrekturen im Code.
Ich habe schon mehrfach meine Ablehnung gegenüber dem aktuellen Zustand der Webbrowser zum Ausdruck gebracht. Ihr Druck auf die Hardware-Ressourcen ist übermäßig, und Sicherheitsprobleme (insbesondere wenn sie Erweiterungen betreffen) sind an der Tagesordnung. Persönlich hoffe ich, dass sich die Situation bald verbessert, aber ich muss anerkennen, dass Mozilla hart gearbeitet hat. Anpassungen in Bezug auf Stabilität und die Einführung der Mehrprozessunterstützung haben es Firefox ermöglicht, eine robustere Basis zu entwickeln. Doch das reicht nicht. Es gibt immer noch einige Leistungsprobleme, die Speicherlecks sind nicht verschwunden und die Ästhetik ist etwas in die Jahre gekommen. Mozilla plant, alle diese Herausforderungen direkt anzugehen und eine neue Ära für seinen Browser einzuläuten. Die Zukunft von Firefox heißt Quantum.
Firefox Quantum ist das, was wir bisher als Firefox 57 kannten, dessen offizieller Release für November geplant ist. Die Änderungen sind so tiefgreifend, dass der Browser sogar ein Logo mit neuem Design bekommt. Aber wenn wir über das Aussehen sprechen, müssen wir mit Photon beginnen. Das Schlüsselwort hier ist rechteckig. Die gebogenen Tabs werden in den Ruhestand versetzt, die Adressleiste ist nun zentriert, die Seite „Neuer Tab“ ist viel kompakter und effizienter, Pocket ist besser integriert (es kombiniert sich mit Verlauf und Downloads unter der neuen „Bibliothek“) und die Screenshot-Funktion erleichtert das Aufnehmen von Bildschirmfotos.
Beim Thema Leistung wird die neue in Rust programmierte CSS-Engine versuchen, die neuen Mehrkernprozessoren optimal zu nutzen und die Ladezeiten zu verkürzen. Außerdem gibt es eine präzisere Prioritätssteuerung für aktive Tabs und eine Reduzierung des RAM-Verbrauchs um 30 Prozent. Mozilla gab an, insgesamt 468 Fehler im Zusammenhang mit Leistungsproblemen behoben zu haben, und nach dem, was wir bisher gesehen haben, ist das spürbar. Willst du es ausprobieren? Lade unbedingt die Beta herunter.