Die US-Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) soll am 14. Oktober 2026 zivilrechtliche Ermittlungsaufforderungen an OpenAI und Anthropic geschickt haben. Laut Axios, das am 15. Oktober unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person berichtete, betreffen die angeforderten Unterlagen Sicherheitsvorfälle, Schutzmaßnahmen, Marketingmaterialien und Datenschutzrichtlinien.

Umfang und Zweck der Forderungen

Axios zufolge ist jede Aufforderung mehr als 50 Seiten lang. Die FTC plane außerdem, ranghohe KI-Führungskräfte zu ihren Produkten aussagen zu lassen. Später sollten dem Bericht zufolge auch weitere KI-Organisationen solche Aufforderungen erhalten.

Bei den Schreiben handelt es sich um sogenannte zivilrechtliche Ermittlungsaufforderungen (civil investigative demands, CIDs). Axios beschreibt sie als Mittel zur Beweiserhebung vor möglichen Gerichtsverfahren. Der berichtete Schritt ist damit eine Untersuchung, keine Entscheidung über einen Rechtsverstoß.

Ein OpenAI-Sprecher sagte laut Axios, Sicherheit bleibe für das Unternehmen eine Priorität; OpenAI wolle konstruktiv mit der FTC zusammenarbeiten.

Frühere FTC-Untersuchung zu ChatGPT

WAMC/NPR berichtete am 13. Juli 2023, die FTC habe eine Untersuchung zu ChatGPT eröffnet und Unterlagen von OpenAI angefordert. Damals ging es dem Bericht zufolge um mögliche Verbraucherschäden durch falsche Angaben über Personen sowie um Datenschutz und Datensicherheit. NeoTeo hatte auch zur FTC und möglichen Schäden durch KI-Agenten zuvor berichtet.