Die Gamemax RGB PRO 750G erreicht in einem externen Test gute Effizienzwerte, wird bei anhaltenden 750 W aber deutlich hörbar: knapp 50 dB(A) bei 25 °C und 54,4 dB(A) bei rund 45 °C. Der am 25. September 2026 veröffentlichte Test maß bei 25 °C durchschnittlich 90,8 Prozent Wirkungsgrad an 230 V AC und 88,6 Prozent an 115 V AC. Für einen leisen PC ist das Netzteil unter hoher Last daher keine naheliegende Wahl; außerdem löste der 12-V-Überstromschutz bei 67 A aus, während die Schiene für 62 A ausgelegt ist.
Ausstattung und Gehäuse
Die RGB PRO 750G ist ein vollmodulares ATX-Netzteil mit einer Nennleistung von 750 W bei 40 °C Umgebungstemperatur. Oberhalb von 40 °C wird die Leistung laut Spezifikation um 20 Prozent reduziert, entsprechend 600 W. Das Modell nutzt eine Sohoo-Plattform, ist als ATX 3.1- und PCIe 5.1-kompatibel beschrieben und besitzt einen nativen 12V-2x6-Anschluss.
Das Gehäuse misst 165 × 150 × 86 mm; die Tiefe beträgt also 165 mm. Das ist bei der Planung des Netzteiltunnels und des verfügbaren Platzes im Gehäuse zu berücksichtigen. Eine 140-mm-Lüftereinheit läuft dauerhaft – einen semipassiven oder lüfterlosen Modus gibt es nicht.
Der adressierbare RGB-Lichthof sitzt unter dem Lüftergitter. Am deutlichsten ist die Beleuchtung laut Test bei nach oben gerichtetem Lüfter zu sehen; diese Ausrichtung kann jedoch die Luftzufuhr beeinträchtigen. Ein mitgeliefertes 5-V-ARGB-Kabel mit drei Pins ermöglicht die Synchronisierung mit einem Mainboard.
Effizienz, Ripple und 12-V-Schutz
Bei 25 °C Umgebungstemperatur lag der durchschnittliche Wirkungsgrad im Test bei 90,8 Prozent an 230 V AC und 88,6 Prozent an 115 V AC. Gamemax bewirbt das Modell mit 80 PLUS Gold. Die gemessenen Werte überschritten die im Test herangezogenen Gold-Schwellen; in den geprüften Datenbanken von CLEAResult, Cybenetics und PPLP war die RGB PRO 750G jedoch nicht gelistet.
Ripple bezeichnet die verbleibenden Spannungsschwankungen am Ausgang des Netzteils. Bei Volllast wurden 48 mV auf der 12-V-Schiene, 28 mV auf 5 V und 26 mV auf 3,3 V gemessen. Der Überstromschutz (OCP) der 12-V-Schiene löste bei 67 A aus, gegenüber einem Nennstrom von 62 A. Das ist ein begrenzter Abstand zur Nennangabe; im Heißtest lösten die Schutzmechanismen laut Testbericht korrekt aus.
| Messgröße | Testbedingung | Ergebnis |
| Durchschnittlicher Wirkungsgrad | 25 °C, 230 V AC | 90,8 % |
| Durchschnittlicher Wirkungsgrad | 25 °C, 115 V AC | 88,6 % |
| Ripple auf 12 V | 25 °C, Volllast | 48 mV |
| Ripple auf 5 V | 25 °C, Volllast | 28 mV |
| Ripple auf 3,3 V | 25 °C, Volllast | 26 mV |
| Auslösepunkt des 12-V-OCP | 12-V-Schiene mit 62 A Nennstrom | 67 A |
| Geräusch bei anhaltender Volllast | 25 °C, 750 W | knapp 50 dB(A) |
| Geräusch bei anhaltender Volllast | rund 45 °C, 750 W | 54,4 dB(A) |
Lüftergeräusch und Wärme
Die Lautstärke steigt mit der Last deutlich an. Bei 25 °C blieb sie laut Messung bis in den Bereich von 300 W bei 33 dB(A), erreichte bei 525 W 43 dB(A) und lag bei 600 W bei 45,2 dB(A). Bei anhaltenden 750 W kam sie auf knapp 50 dB(A).
Im separaten Heißtest bei rund 45 °C Umgebungstemperatur überschritt das Netzteil schon vor 300 W die Marke von 45 dB(A). Bei halber Last wurden 50 dB(A), bei 750 W schließlich 54,4 dB(A) gemessen. Unter Volllast lagen die Temperaturen der primären und sekundären Kühlkörper in diesem Test bei 80,8 °C und 76,3 °C. Die Kombination aus dauerhaft laufendem Lüfter und hoher Lautstärke bei großer Last macht das Modell für einen besonders leisen Rechner wenig attraktiv.
Einordnung für den Kauf
Die RGB PRO 750G verbindet gute gemessene Effizienz und niedrige Ripple-Werte mit einer auffälligen Beleuchtung. Dem stehen das laute Betriebsgeräusch unter hoher Last, der geringe Abstand zwischen Nennstrom und gemessenem 12-V-OCP-Auslösepunkt sowie die Gehäusetiefe von 165 mm gegenüber. Ob 750 W für einen bestimmten Gaming-PC reichen, hängt vom konkreten System ab.
Als leisere Alternativen nennt die vergleichende Einordnung des Tests die MSI MAG A750GL PCIE5 und die Corsair RM750e. Die RGB PRO 750G ist vor allem dann interessant, wenn der ARGB-Lichthof im eigenen Aufbau wichtig ist und hohe Last nicht möglichst leise bewältigt werden muss.