Für den Zugriff auf Google Drive und Google Photos benötigt jeder Nutzer im Grunde nur einen kompatiblen Browser und eine einfache Webverbindung. Google bietet zwar eine eigene native Software an, hat sich aber entschieden, die neue App-Oberfläche von Windows 8.x und Windows 10 zu ignorieren. GDrive.NET positioniert sich als Alternative aus dem Microsoft Store, die für alle gedacht ist, die eine unkompliziertere und direktere Lösung suchen.
Google hat in der Vergangenheit viele Dinge getan, die Kritik verdienen – eine davon ist die Vernachlässigung von Nutzern seiner Dienste auf Windows Phone 8.x und Windows 10 Mobile. Das Unternehmen weigerte sich, native Apps zu entwickeln, oder lieferte bestenfalls einfache Wrapper von sehr geringer Qualität. Natürlich ist kein Unternehmen verpflichtet, spezifischen Support anzubieten, aber die Nutzer fordern heute, dass Interoperabilität Priorität hat, und solche Verhaltensweisen erzeugen eine Mischung aus Trauer und Frustration. Zum Glück haben einige Entwickler ihre Fähigkeiten eingesetzt, um diese Lücke zu füllen – einer davon ist Piachu, der den Client GDrive.NET entwickelt hat.
Im Grunde ermöglicht dieser Client den Zugriff auf unsere Inhalte in Google Drive und Google Photos. Hochladen, Herunterladen, Öffnen von Dokumenten, Ordnerverwaltung, Kontrolle der Dateiberechtigungen – all das und viel mehr bietet GDrive.NET. Es ist sehr einfach zu bedienen, und obwohl die Oberfläche noch einige Anpassungen vertragen könnte, ist ihr aktueller Zustand gut genug für die Arbeit. Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Unterstützung mehrerer Konten. Wenn du mehrere Google-Drive- und Google-Photos-Profile hast, ist der Wechsel zwischen ihnen nur ein paar Klicks entfernt.
GDrive.NET ist eine kostenlose Anwendung, zeigt aber ein kleines Werbebanner am unteren Rand und blockiert die meisten erweiterten Optionen. Die einzige Möglichkeit, sie zu aktivieren, ist der Kauf der Vollversion im Store, die derzeit zwei Dollar kostet. Ich gebe zu, dass GDrive.NET nicht so relevant ist für die Desktop-Versionen von Windows 8.x und Windows 10, weil Google offizielle native Clients anbietet – aber die Geschichte sieht auf mobilen Geräten ganz anders aus.