Ein einzelner veröffentlichter Praxistest auf einem Pixel 9 Pro XL mit Android 17 setzte Gemini bei zehn Aufgaben an die Spitze: Der Assistent erledigte alle zehn, Perplexity acht und ChatGPT sowie Claude jeweils fünf. Die Zahlen beziehen sich auf genau diesen Test mit den dort verwendeten Modellen und Abos.

Diese Aufgaben mussten die Assistenten erledigen

Jeder Assistent erhielt dieselben zehn gesprochenen Aufträge und einen Versuch pro Aufgabe. Dazu gehörten ein Timer für zwölf Minuten, ein Wecker für 6:45 Uhr, eine Nachricht über zehn Minuten Verspätung und ein Kalendereintrag für ein Mittagessen am Freitag. Außerdem sollte jeder Assistent Phoebe Bridgers auf Spotify abspielen, einen bereits geöffneten Artikel zusammenfassen, eine Tankstelle finden, das Wochenendwetter in Miami nennen und eine Frage zu Währung und Trinkgeld in Cozumel beantworten. Auch die Taschenlampe gehörte zum Skript.

Bewertet wurde in den Kategorien „Erledigt“, „Unterstützt“, „Weitergegeben“ und „Fehlgeschlagen“. Als erledigt galt eine Aufgabe, wenn dafür keine zusätzlichen Fingertipps nötig waren. Im Test kamen ChatGPT Plus mit GPT-5.6 Sol (Android), Claude Pro mit Claude Opus 5.5, Gemini AI Pro mit Gemini 3.8 Flash und Perplexity Pro mit der automatischen Modellauswahl „Best“ zum Einsatz.

Wo sich die vier Assistenten unterschieden

AssistentErledigte Aufgaben von 10Beginn der Wetterantwort, ungefähr
Gemini102 Sekunden
Perplexity845 Sekunden
ChatGPT510 Sekunden
Claude53 Sekunden

Gemini fasste als einziger der vier Assistenten den geöffneten Artikel zusammen und erledigte alle Aufgaben. ChatGPT, Claude und Perplexity scheiterten an der Bildschirmzusammenfassung; sie baten stattdessen um einen Screenshot oder eingefügten Text. Bei der Suche nach einer Tankstelle scheiterte ChatGPT, während Claude an eine Karten-App weitergab. Perplexity öffnete Google Maps mit einer geladenen Route.

Auch bei den alltäglichen Handgriffen gab es Unterschiede. ChatGPT richtete Timer und Wecker in der eigenen App statt in Androids Uhr ein; nach dem Test erschien der Timer beim Ablauf als Benachrichtigung. Claude lieferte für die Spotify-Anfrage einen Link zur Künstlerseite, den man antippen musste, um die Wiedergabe zu starten. Perplexity verlangte vor jeder Frage einen Fingertipp auf das Mikrofon und bat bei der Nachricht um eine Telefonnummer, nachdem der Assistent den Kontakt nicht gefunden hatte.

Die Wetterzeiten geben den ungefähren Beginn der Antwort in diesem Test an: Gemini startete nach etwa zwei Sekunden, Claude nach drei, ChatGPT nach zehn und Perplexity nach 45 Sekunden. Es handelt sich um Beobachtungen aus diesem einen Durchlauf. Für die Wahl im Alltag zählt neben der Geschwindigkeit also auch, ob der Assistent eine Aufgabe direkt erledigt oder zusätzliche Schritte verlangt.

Berechtigungen und Aussagekraft des Tests

Für den Test erhielten alle vier Apps Zugriff auf Benachrichtigungen, Standort, Kalender und Kontakte. Gemini benötigte für manche Aktionen zusätzlich Bildschirmzugriff. Die Auswahl als Standardassistent reichte dafür allein nicht aus.

Auf dem getesteten Pixel führte der Weg über Einstellungen, Apps, Standard-Apps und die Auswahl der digitalen Assistenten-App. Anschließend mussten die benötigten Berechtigungen separat erteilt werden. Das ist wichtig, wenn ein Assistent zwar als Standard festgelegt ist, aber einzelne Telefonfunktionen nicht nutzen kann.

Beim Sperrbildschirm funktionierten ChatGPT und Gemini im Test: Bei Gemini war zuvor eine Bestätigung per Fingertipp nötig. Claude verlangte das Entsperren des Telefons; Perplexity forderte ebenfalls zum Entsperren auf. Zusammen mit den Ergebnissen bei Bildschirmzugriff und App-Steuerung zeigt sich, wie stark die Bewertung davon abhängt, welche Aufgaben man dem Assistenten überlässt.

Die Punktzahlen stammen aus zehn Aufgaben auf einem Pixel 9 Pro XL mit Android 17 und den genannten Modellen und Abos. Gemini lag in diesem Vergleich vorn; die Ergebnisse beschreiben diesen Testaufbau.