GNOME OS Preview gibt es auf der offiziellen GNOME-Seite als separate Images für x64 (Intel und AMD) sowie ARM. GNOME führt Nightly als eigenen Kanal. Für einen Test in einer virtuellen Maschine nennt das Projekt GNOME Boxes; die Integration funktioniert laut GNOME nur mit der Flathub-Version.

Preview oder Nightly: den passenden Kanal wählen

KanalBuild-GrundlageZielgruppeVerfügbare Architekturen
PreviewAktuelle stabile GNOME-Version; bei der Ankündigung am 16. Oktober 2026 war das GNOME 51.1Frühe Anwender; GNOME empfiehlt Preview auf der Downloadseite den meisten Nutzernx64 (Intel und AMD), ARM (Dateiname mit aarch64)
NightlyNeueste Commits aller GNOME-KomponentenGNOME-Entwicklerx64 (Intel und AMD), ARM

Wenn du GNOME ausprobieren möchtest, ohne den laufend aktualisierten Entwicklerkanal zu wählen, ist Preview die passende Auswahl. Die Bezeichnung bedeutet allerdings nicht, dass es sich um eine Stable-Version handelt: GNOME OS-Mitwirkender Adrian Vovk ordnete Preview bei der Ankündigung als Ausgabe für frühe Anwender ein und sagte, sie sei noch nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht.

GNOME Boxes für den virtuellen Test

GNOME nennt Boxes als Möglichkeit, GNOME OS in einer virtuellen Maschine zu starten. Wähle GNOME OS im Dialog zum Erstellen einer virtuellen Maschine. Für die angegebene Integration brauchst du die Flathub-Version von GNOME Boxes.

USB-Stick vorbereiten und Datenverlust vermeiden

GNOMEs Installationsanleitung warnt: Das Wiederherstellen der ISO löscht alle Daten auf dem ausgewählten USB-Stick. Sichere dessen Inhalt daher vorher an einem anderen Ort.

  1. Lade auf der GNOME-Seite das Preview-Image für deine Architektur herunter.
  2. Öffne GNOME Disks, wähle den richtigen USB-Stick und nutze im Menü Restore Disk Image…, um die ISO darauf zu schreiben. Dabei werden die Daten auf dem Stick gelöscht.
  3. Aktiviere UEFI und deaktiviere Secure Boot, bevor du von USB startest. GNOME nennt diese Bedingungen für den Start von GNOME OS.

Für die Installation auf einem Rechner beschreibt GNOME außerdem einen Schritt, bei dem ein Ziellaufwerk mit vorhandenen Daten gelöscht wird. GNOME empfiehlt Dual-Boot nicht und unterstützt es offiziell nicht.

Apps, Updates und eine künftige Stable-Version

GNOME OS hat laut GNOMEs Benutzerhandbuch keinen herkömmlichen Paketmanager. Grafische Anwendungen installierst du über Flatpak; Podman, toolbox und distrobox stehen ebenfalls zur Verfügung. Snap lässt sich nach dem Aktivieren und einem Neustart verwenden. Systemupdates verwaltet systemd-sysupdate; das Benutzerhandbuch nennt updatectl update als Möglichkeit für ein Update im Terminal.

GNOME verspricht keine Updates auf unbestimmte Zeit. Für den Wechsel zu einer späteren Stable-Ausgabe kann eine Neuinstallation nötig sein. Vovk knüpfte die Bezeichnung Stable daran, dass GNOME einen klaren langfristigen Upgrade-Pfad für bestehende Installationen zusichern kann.