Am 21. Oktober 2026 kündigte Google Cloud an, GPT-6 Astra, GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna über Model Garden ausgewählten Unternehmenskunden in einer privaten Vorschau bereitzustellen. OpenAI beschränkt den Zugang auf Einladungen und die Auswertung auf unterstützte Entwicklungs- und interne Testzwecke.

Google Cloud kündigt GPT-6-Vorschau von OpenAI an

Welche Aufgaben Google Cloud den Modellen zuordnet

Google Cloud beschreibt GPT-6 Astra als Modell für anspruchsvolle Programmieraufgaben, Computerbedienung, professionelle Arbeit und wissenschaftliche Forschung. GPT-6.1 Sol soll bei agentischer Programmierung, Computerbedienung und beruflichen Aufgaben eine Astra-nahe Leistung zu geringeren Kosten bieten. GPT-6 Luna ordnet Google Cloud als schnelles, kosteneffizientes Modell für alltägliche Aufgaben in großem Umfang ein.

Die Profile geben Unternehmen eine erste Orientierung bei der Modellauswahl. Google Cloud zufolge können Kunden Modelle anhand von Leistung, Latenz und Kosteneffizienz wechseln, ohne ihre Architektur fest an einen Anbieter zu binden oder separate Verträge mit einzelnen Modellanbietern abzuschließen.

Wer die Vorschau nutzen kann

OpenAI bezeichnet den Zugang als einladungsbasiert. Ausgewählte Kunden dürfen die Modelle für unterstützte Entwicklungs- und interne Testzwecke evaluieren. OpenAI nimmt Anfragen über ein Formular für den Zugang zur Vorschau entgegen. Für Codex nennt das Unternehmen außerdem den Zugang über API, App, CLI und unterstützte IDEs.

Damit ist die Vorschau ein begrenzter Evaluierungszugang und kein allgemein verfügbarer Produktionsdienst. OpenAI stellte die allgemeine Verfügbarkeit am 21. Oktober für die folgenden Wochen in Aussicht, nannte aber keinen konkreten Termin.

Codex-Anbindung und Abrechnung über Google Cloud

Google Cloud kündigte an, dass lokale Arbeitsabläufe mit Codex CLI und Codex Desktop für die Inferenz an die Gemini-Plattform angebunden werden können. Inferenz bezeichnet die Verarbeitung einer Anfrage durch ein Modell, um eine Ausgabe zu erzeugen.

Käufe laufen laut Google Cloud über Google Cloud Marketplace. Die Nutzung erscheint auf einer gemeinsamen Google-Cloud-Rechnung, wird auf bestehende Cloud-Verpflichtungen angerechnet und zählt für Flexible Savings Plans. Die Ankündigung beschreibt damit den Abrechnungsweg und die Anrechnung auf bestehende Verpflichtungen.

Welche Daten- und Sicherheitskontrollen Google Cloud nennt

Google Cloud zufolge bleiben Kundenprompts, Kontext und Ausgaben innerhalb des festgelegten Datenperimeters und werden nicht zum Training von Foundation Models verwendet. Als Kontrollen nennt das Unternehmen gehärtete, isolierte Gateways, authentifizierte Identitäten, VPC Service Controls und einheitliche Audit-Protokolle. Optionen für Zero Data Retention und Confidential Compute stellte Google Cloud am 21. Oktober als kommende Ergänzungen in Aussicht.

NeoTeo hat GPT-6 Astra zuvor im Praxistest eingeordnet. Die neue Ankündigung betrifft einen zusätzlichen Weg, OpenAI-Modelle und Codex über eine Cloud-Plattform für Unternehmen bereitzustellen. OpenAI erklärte am 21. Oktober, Microsoft bleibe sein primärer Cloud-Partner.