Google erwartet für 2027 einen spürbaren Anstieg der TPU-Umsätze. Business Insider berichtete am 28. Oktober 2026, dass Google-Finanzchefin Anat Ashkenazi diesen Umsatzanstieg in Aussicht stellte und Google-Cloud-Chef Thomas Kurian den TPU-Verkäufen einen bedeutenden Beitrag zu Googles Finanzen im dritten Quartal zuschrieb. Einen Tag zuvor hatten Google und Oracle den geplanten Zugang zu Google-TPUs über Oracle Cloud Infrastructure (OCI) angekündigt.

Was OCI ab 2027 bereitstellen soll

Der am 27. Oktober bei der Oracle AI World in Las Vegas vorgestellte Plan sieht den Zugang zu den Beschleunigern im Laufe des Kalenderjahrs 2027 vor. Die Kapazität soll über mehrere Jahre schrittweise wachsen. Oracle stellt dafür nach der Ankündigung Stromversorgung, Kühlung und die Vernetzung der Rechenzentren bereit. Der Plan betrifft Cloud-Zugang über OCI.

Die Unternehmen bezeichnen OCI als erste Hyperscale-Cloud außerhalb von Google, die Google-TPUs anbieten soll. Für Nutzer bedeutet das einen weiteren Cloud-Zugangsweg zu Googles KI-Beschleunigern.

TPU 8t und TPU 8i haben unterschiedliche Aufgaben

Google Tensor Processing Units (TPUs) sind spezialisierte Beschleuniger für KI-Berechnungen. Die angekündigte achte Generation umfasst zwei Modelle mit unterschiedlichen Rollen:

ModellVorgesehene Aufgabe
TPU 8tTraining von KI-Modellen
TPU 8iInferenz, also das Ausführen eines trainierten Modells

Für die Plattform nennt die Ankündigung das Training und Nachtraining großer Modelle, darunter dichte Modelle und Mixture-of-Experts-Modelle. Für den produktiven Inferenzbetrieb nennt sie Anwendungen für Schlussfolgerungen, KI-Agenten und lange Kontexte.

Google zufolge bietet TPU 8t pro Pod nahezu die dreifache Rechenleistung der Vorgängergeneration. Ein Pod ist eine zusammenhängende Recheneinheit aus mehreren Beschleunigern. Die Leistungsangabe stammt von Google und bezieht sich auf den Vergleich pro Pod.