Google Research kündigte am 14. Oktober 2026 den weltweiten öffentlichen Zugang zu Deep Review an. Der Dienst soll komplexe Dokumente prüfen; laut Google erhalten Nutzer zwei kostenlose Dokumentprüfungen pro Woche. Google Research beschreibt den Start und den Ablauf.
So beschreibt Google den Prüfprozess
Deep Review arbeitet laut Google in vier Schritten. Zunächst zerlegt das System ein Dokument in Abschnitte, die sich teilweise überschneiden können. Anschließend verteilt es Rechenleistung nach der Informationsdichte der jeweiligen Passagen. Spezialisierte Agenten prüfen mehrere Abschnitte parallel und behalten dabei den Kontext des gesamten Dokuments. Zum Schluss führt das System die Ergebnisse zusammen und prüft auf Widersprüche zwischen Abschnitten sowie auf Belege in externen Quellen.
Google positioniert Deep Review als Unterstützung beim Entwurf und bei der Prüfung komplexer Dokumente – etwa von Forschungsarbeiten, Entwürfen, Präsentationen sowie Rechts- und Finanzdokumenten. Entscheidungen auf höherer Ebene sollen weiterhin Menschen treffen.
Zugang, Dateiformate und API-Kosten
Der Startbeitrag nannte PDF-Dateien und Klartext als anfängliche Eingabeformate. Auf der Produktseite standen am 15. Oktober 2026 PDFs, Textdateien, Google Docs und Google Slides. Google gibt dort außerdem an, dass Nutzer für mehr als zwei Prüfungen pro Woche einen eigenen Gemini-API-Schlüssel verwenden und die üblichen API-Kosten zahlen können.
Für ein 40-seitiges Dokument schätzt Google die API-Kosten auf etwa 3 US-Dollar bei geringer Rechenintensität mit Gemini 3.8 Flash und etwa 20 US-Dollar bei sehr hoher Rechenintensität mit Gemini 4 Argon. Die tatsächlichen Kosten hängen laut Produktseite von Dokument und Nutzung ab. Die Deep-Review-Produktseite nennt die Formate und Kostenschätzungen.
Was der PAT-Benchmark aussagt
Ein am 26. Juni 2026 veröffentlichter Preprint zur früheren Paper Assistant Tool (PAT) berichtet für den SPOT-Benchmark eine Verbesserung um 34 Prozent gegenüber einer Zero-Shot-Baseline bei der Erkennung mathematischer Fehler. Das Ergebnis bezieht sich auf PAT. Der Preprint beschreibt den Benchmark und das Ergebnis.
Googles Angaben zu hochgeladenen Dokumenten
Google Research erklärte im Startbeitrag, hochgeladene Dokumente würden ein Jahr lang gespeichert, damit sie in der Benutzeroberfläche angezeigt werden können. Der Beitrag sagt außerdem, dass Google die Dokumente nicht zum Trainieren, Fine-Tuning oder Verbessern seiner Modelle verwendet.
Die Produktseite beschreibt eine Einwilligungsoption: Ohne Zustimmung würden Dokumente nicht für andere Zwecke verwendet; Nutzer können dem Forschungsteam erlauben, Daten zur Verbesserung von Deep Review zu verwenden. Diese Angaben stehen neben der Aussage des Startbeitrags und sind für Nutzer relevant, die vertrauliche Dokumente prüfen lassen möchten.