Google hat Motion Assist am 14. September 2026 für Geräte mit Android 17 allgemein verfügbar gemacht. Die Android-Funktion blendet bewegte Punkte oder Formen am Rand des Displays ein, damit Passagiere während der Fahrt leichter lesen, surfen oder Videos ansehen können. Android 17 ist allerdings nur die Voraussetzung: Google nennt auch Gerät, Mobilfunkanbieter und Region als Faktoren für die Verfügbarkeit.

Ankündigung von Mishaal Rahman zu Motion Assist auf X

Was Motion Assist bei Reiseübelkeit macht

Motion Assist richtet sich an Menschen, die als Passagiere in einem fahrenden Auto, Bus oder Zug auf ihr Smartphone schauen. Bewegte Formen erscheinen an den Bildschirmrändern und passen sich der Fahrzeugbewegung an. Dadurch soll der Widerspruch zwischen dem, was die Augen auf dem Display sehen, und der Bewegung, die der Körper wahrnimmt, kleiner werden.

Die Funktion ist keine Garantie gegen Reiseübelkeit. Google schreibt, dass die Wirkung unterschiedlich ausfallen kann und sich die Beschwerden bei einem kleinen Prozentsatz der Nutzer sogar verschlimmern können. Wer sich unwohl fühlt, soll Motion Assist abschalten.

Die Darstellung lässt sich anpassen. In den Einstellungen stehen Optionen für Farbe, Form, Deckkraft und wechselnde Darstellung bereit. Die Bewegungserkennung wird Berichten zufolge über den Beschleunigungssensor und das Gyroskop des Smartphones unterstützt.

So lässt sich Motion Assist aktivieren

Auf einem kompatiblen Smartphone mit Android 17 findest du Motion Assist in den Einstellungen beziehungsweise in den Google-Einstellungen unter „Alle Dienste“. Dort stehen zwei Wege zur Verfügung:

  • Automatische Aktivierung: Das Smartphone erkennt, dass du dich in einem fahrenden Fahrzeug befindest, und startet Motion Assist.
  • Manuelle Aktivierung: Du fügst die Funktion als Kachel zu den Schnelleinstellungen hinzu und schaltest sie dort ein oder aus.

Die Kachel ist besonders praktisch, wenn du die Funktion nur für eine einzelne Fahrt brauchst. Sie lässt sich aus den Schnelleinstellungen heraus aufrufen, ohne jedes Mal durch die Systemmenüs zu gehen.

Android 17 bedeutet nicht sofortige Freischaltung

Android 17 ist für Motion Assist erforderlich. Die allgemeine Verfügbarkeit für Android-17-Geräte bedeutet aber nicht, dass die Funktion gleichzeitig auf jedem passenden Smartphone erscheint. Google verteilt sie abhängig von Gerät, Mobilfunkanbieter und Region; außerdem berichten Nutzer von einer schrittweisen Freischaltung.

Motion Assist wurde zunächst auf einigen Pixel- und Samsung-Galaxy-Geräten beobachtet. Auch auf einem Vivo X300 Ultra wurde die Funktion gemeldet. Diese einzelnen Gerätebeispiele ersetzen keine allgemeine Kompatibilitätszusage.

Eine exakte Version der Google Play-Dienste lässt sich für Motion Assist nicht als allgemeine Voraussetzung angeben. Entscheidend bleibt zunächst, dass das Smartphone Android 17 unterstützt und die Funktion auf dem jeweiligen Gerät freigeschaltet ist.

Nicht beim Fahren verwenden

Motion Assist ist für Passagiere gedacht. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass die Funktion nicht während des Fahrens oder in Situationen verwendet werden darf, in denen volle Aufmerksamkeit für die Sicherheit nötig ist.

Wer kein kompatibles Android-17-Gerät besitzt, findet mit KineStop eine separate Alternative. Die Google-Play-Auflistung nennt Unterstützung für Android 7 und neuer; je nach Nutzung kann die App zusätzliche Bedienungshilfen-Berechtigungen verlangen.