Google hat am 12. Oktober 2026 mit dem schrittweisen Rollout von Post-Quanten-Kryptografie für Google Meet begonnen. Zunächst berücksichtigt Google Webclients auf Laptops und Hardware für Konferenzräume. Das Update gilt für Google-Workspace-Kunden, Abonnenten von Workspace Individual und Nutzer persönlicher Google-Konten, wird automatisch eingespielt und erfordert keine Änderung durch Administratoren oder Nutzer. Google nennt diese Details in seiner Ankündigung.
Welche Konten und Geräte sind dabei?
Der Rollout startete am 12. Oktober für Laptop-Webclients und Konferenzraum-Hardware. Google zufolge kann es auf Domains mit Rapid Release und Scheduled Release bis zu 15 Tage dauern, bis die Funktion sichtbar wird. Der Starttermin bedeutet daher nicht, dass sie bei allen Betroffenen sofort erscheint.
Google plant, die Unterstützung bald auch auf Mobilgeräte auszuweiten, hat dafür aber kein Datum genannt. Nutzer müssen die Post-Quanten-Kryptografie nicht selbst einschalten: Google spielt das Update automatisch ein, ohne Einstellung für Endnutzer oder Administratoren.
Wogegen soll der Schutz helfen?
Post-Quanten-Kryptografie (PQC) bezeichnet kryptografische Verfahren, die auch künftigen Angriffen mit leistungsfähigen Quantencomputern standhalten sollen. Google will damit das sogenannte „Store now, decrypt later“-Risiko verringern: Ein Angreifer könnte verschlüsselte Kommunikation heute speichern und versuchen, sie später mit einem geeigneten Quantencomputer zu entschlüsseln.
Google erklärte am 12. Oktober 2026, dass es bislang keinen kryptografisch relevanten Quantencomputer gibt. Die Ankündigung beschreibt die Änderung als Erweiterung des bisherigen Schutzes: Google Meet hatte nach Angaben des Unternehmens bereits bei clientseitig verschlüsselten Anrufen (CSE) quantensichere Verschlüsselung eingesetzt; nun werde der Schutz auf Meet-Anrufe insgesamt ausgeweitet.