Google startete Guided Vision am 1. Oktober 2026 in Gemini Live für kompatible Android-Geräte. Die Funktion nutzt die Handykamera, beschreibt das sichtbare Umfeld per Sprache, beantwortet Rückfragen und gibt Hinweise, wenn der Bildausschnitt angepasst werden sollte.

Was Guided Vision mit dem Kamerabild macht

Google beschreibt Guided Vision als visuelle Unterstützung, die besonders blinden und sehbehinderten Menschen helfen soll. Sie kann Szenen beschreiben und Fragen zu sichtbaren Details wie Farben, Mustern oder Formen beantworten. Als mögliche Alltagssituationen nennt Google etwa das Lesen kleiner Schrift auf Verpackungen, Bedienelementen oder Speisekarten sowie das Auffinden von Gegenständen.

Ist ein Objekt nicht gut im Bild, kann die Funktion dazu auffordern, die Kamera nach rechts zu schwenken, nach unten zu neigen oder einen Schritt zurückzugehen. Guided Vision arbeitet dabei mit der Handykamera. Die Bildschirmfreigabe gehört zu anderen Funktionen von Gemini Live.

Android-Voraussetzungen und Zugangswege

Google nennt Android 9 oder neuer als Mindestvoraussetzung. Außerdem müssen die Gemini-App und die Android-Systemsoftware aktuell sein. Guided Vision ist an Regionen und Sprachen gebunden, in denen Gemini Live unterstützt wird.

Der Start ist über die Einstellungen der Gemini-App, die Bedienungshilfen von Android oder das TalkBack-Menü möglich. Für den Schnellzugriff lassen sich unter Android eine schwebende Bedienungshilfe-Schaltfläche, eine Wischgeste mit zwei Fingern oder beide Lautstärketasten einrichten. In TalkBack öffnet eine Berührung mit drei Fingern das Menü.

Googles Sicherheitsgrenzen

Google warnt, dass Guided Vision Fehler machen kann. Die Funktion ist nicht für Navigation, sichere Wegführung oder Hinderniserkennung vorgesehen und ersetzt weder einen Blindenstock noch eine andere Mobilitätshilfe.