Die ersten praktischen Tests an fünf Googlebook-Geräten fanden nützliche Android-Funktionen, aber auch Probleme mit Apps und der Bedienoberfläche. Die am 6. Oktober 2026 veröffentlichten Eindrücke hielten fest, dass die Prüfung zu diesem Zeitpunkt noch lief. An unseren früheren Überblick zu Googlebooks Verkaufsstart und Funktionen knüpft damit die Frage an, wie sich die Android-Verbindung im Alltag schlägt.
Googlebook verbindet Android – die Software hakt noch
Bei der Einrichtung wurde ein Android-Telefon per QR-Code gekoppelt. Nach der Anmeldung mit einem Google-Konto bot Googlebook an, bereits auf dem Telefon installierte Apps herunterzuladen. In den frühen Tests funktionierten außerdem der Zugriff auf Telefondateien und Benachrichtigungen sowie das Übertragen von Apps auf den Laptop.
Bei manchen übertragenen Apps wirkten Texte unscharf, Oberflächen ungünstig skaliert und Scrollen oder Animationen weniger flüssig. Die Grundidee war damit praktisch nutzbar, fühlte sich bei einzelnen Apps aber noch nicht so rund an wie eine für den Laptop ausgelegte Oberfläche.
Continue On soll eine unterstützte Aufgabe vom Telefon auf den Laptop übergeben. In den Tests funktionierte das mit einem Klick vor allem bei Google Docs und Google Sheets. Google Maps und Google Calendar ließen sich auf diesem Weg nicht übertragen.
Apps und Bedienoberfläche zeigen weitere Kanten
Der Play Store ordnete Apps mit fünf Kategorien für die Desktop-Nutzung ein: „Für den Desktop entwickelt“, „Für den Desktop optimiert“, „Mit dem Desktop kompatibel“, „Auf der Website besser“ und „Für Mobilgeräte entwickelt“. In den frühen Tests entsprach die Einstufung nicht immer der erwarteten Maus- und Tastaturbedienung. Apple Music reagierte beispielsweise nicht auf Rechtsklicks, Firefox fehlten mehrere Tastenkürzel für Tabs, und die Installation der Slack-Web-App erforderte wiederholte Versuche.
Auch die Fensterverwaltung wirkte stellenweise unfertig: Desktop-Ordner und Rechtsklick-Menüs konnten sich hinter anderen geöffneten Fenstern befinden. Die Neubelegung von Zusatztasten wie Ctrl, Caps Lock, Alt oder Google Action Key funktionierte bei den eingebauten Tastaturen von drei getesteten Googlebooks nicht. Mit einer externen mechanischen Tastatur klappte sie dagegen.
Glowbar und Chrome im Alltag
Die Glowbar leuchtete während der Nutzung weiß. Bei Interaktionen mit Gemini und beim Schließen des Deckels wechselte sie die Farbe. Beim Ein- oder Ausstecken des Stromkabels pulsierten Grün, Gelb oder Rot, um den ungefähren Ladestand anzuzeigen.
In den Tests ließen sich mehrere Google-Konten anmelden. Chrome trennte Verlauf, Lesezeichen und Einstellungen dabei jedoch nicht in eigene Browserprofile. Wer Arbeits- und private Browserdaten getrennt halten möchte, bekommt damit nicht die erwartete Profiltrennung.
Berichteter Verkaufsstart in den USA
Der Verkaufsstart der ersten Googlebook-Modelle wurde für die USA auf den 4. Oktober 2026 datiert.